Julio Garavito Armero

Mathematik(er) auf Banknoten Julio Garavito Armero

Hier die etwas längere Version des MINT-Atrikels im Heft 2/2018.
(Günstig auch, dass man hier die Artikelbilder ganz groß sehen kann.)
Schaut man in die Geldbörsen in aller Welt, so entdeckt man viele Banknoten, die voller Mathematik, Physik und Astronomie stecken.
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Der von 1996 bis 2015 ausgegebene Schein aus Kolumbien ist Julio Garavito Armero gewidmet. Dieser Schein nimmt in vielfältiger Weise Bezug auf die wissenschaftlichen Interessensgebiete des, neben Caldas und Mutis (gibt es auch auf Banknoten), berühmtesten Mathematikers, Astronomen, Ingenieurs und Hochschullehrers seines Landes.
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Julio Garavito A. wurde am 5. Januar 1865 in Bogota geboren. Schon als Kind war er an mathematischen und naturwissenschaftlichen Dingen interessiert. Nach seiner Ausbildung an der nationalen Ingenieursschule, die heute seinen Namen trägt, wurde er 1892 Direktor des Nationalobservatoriums in Bogota. Ein Teil seiner Wirkungsstätte ist links oben auf der Rückseite des Scheines zu sehen. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel zur Astronomie, so vermaß er auch den Längengrad von Bogota sehr genau. Vermessungen nahm er auch vor bei der Grenzziehung zu Venezuela bzw. beim Bau der kolumbianischen Eisenbahn. Stets an neuen Forschungen interessiert, war er der erste südamerikanische Forscher, der sich mit Einsteins Relativitätstheorie auseinandersetze. Am 11.3.1920 verstarb er in Bogota, wo noch heute sein Grab auf dem Zentralfriedhof zu finden ist. Ein Mondkrater wurde nach ihm benannt.

Diesen Krater erkennt man oben auf der Vorderseite, direkt oberhalb seines Portraits. Im Zentrum der Vorderseite ist der Mond zu sehen. Die Rückseite des Scheines zeigt unten eine Darstellung „seines“ Kraters. Die ebenfalls abgebildete Erde kann man aber von dort aus nicht sehen, denn der Krater ist auf der Rückseite des Mondes. Mehrere Darstellungen geometrischer Aufgaben sind noch erkennbar, zum Beispiel die Kegelschnitte, ein Problem der klassischen euklidischen Geometrie. Vieles lässt sich noch aus dem Schein ableiten, viel Erfolg dabei. Ein Buchtipp noch zum Schluss: „De Colombia a la Luna“ von Sandro Romero.

Der Artikel aus Klett-MINT 2/2018
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