Mathematische-Expeditionen

Mathematische Expeditionen - Ein Streifzug durch die moderne Mathematik

Autor: Ivars Peterson

Verlag: Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg

Beschreibung:

Ein Streifzug durch die moderne Mathematik. Mathematik einmal ganz anders! Spielerisch und lustig führt der Wissenschaftsjournalist Ivars Peterson durch das gar nicht so undurchdringliche Matheland. Ob es sich nun um mathematische Monster, Ameisen in Labyrinthen oder Drachen des Chaos handelt - auf dem oft wenig bekannten Kontinent der modernen Mathematik ist viel Lebendiges zu entdecken!

Wie die Titel, der im Buch enthaltenen Kapitel mit Überschriften wie: „Entdeckungsreisen, Schatten aus einer höheren Dimension und Geschichte vom Leben“ schon aussagen.

Meinung und Bewertung:

 

Mathematische Expeditionen ist ein sehr gutes, leicht verständliches Buch.
Dieses Buch ist lustig geschrieben, wer einen Teil nicht so ganz versteht, kann ihn ohne weiteres auslassen und woanders weiterlesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es nicht wenige, schwer verständliche Details vermittelt, sondern dass der Autor die Eigenheiten und Unterschiede der verschiedenen mathematischen Disziplinen beschreibt, zusätzlich Beispiele erwähnt und erläutert. Deshalb ist das Buch sehr gut verständlich und gerade dadurch für Mathematikneulinge sehr interessant.

 

Ich selbst habe mich an einem Kapitel versucht. Der Titel „Verknotete Räume“ hatte mich neugierig gemacht. Beim Lesen wurde mir klar, dass dieses Kapitel von den exotisch geometrischen Formen der Seifenblasen handelt. Dieses Kapitel ist im mehrere Teilkapitel gegliedert, die wiederum ein geschlossenes Kapitel bilden. Was den Vorteil hat, dass man auch mal ein Kapitel überspringen kann, ohne gleich den Faden zu verlieren.

Das erste Kapitel was ich las,, handelte von der Idee eines Architekten namens Frei Otto und seiner Vorstellung natürliche, minimalistische, leichte und einfach zu bauende Strukturen zu schaffen, beispielsweise bei Dächer von Stadien Türmen usw. Die Strukturen wirken wie Seifenhäute, die sich über Spinnennetze legen. Seine Modelle kommen aus der Natur. Dieses Kapitel berichtet spannend und anschaulich, wie er seine Experimente, mit Plexiglasplatten Stäbchen unterschiedlicher Höhe - mit durchhängenden Stricken verbunden, die so Kanten und Firste bilden, durchführte. In eine Seifenlösung getaucht, entsteht so ein natürliches Gebilde aus Seifenhäuten.

Das Kapitel ist mit anschaulichen Skizzen und Photos versehen, so dass der Lesende sehr schnell eine Vorstellung von dem bekommt, worüber er liest. Das Kapitel beschreibt die physikalischen Grundprinzipien, die hinter diesen Dächern und Strukturen liegen, bis hin zu den mathematischen Hintergründen. Man wird zu mathematischen Formeln wie zum Beispiel der Formel zur Gesamtkrümmung von geometrischen Formen und verknoteten Räumen geführt, ohne dass es einem langweilig wird. Wenn einem langweilig wird, so kann man problemlos zu einem anderem Kapitel springen. In diesem Buch wird interessant die Vielfältigkeit der modernen Mathematik aufgezeigt. Also ein Muss für jeden Mathematikinteressierten.

Franz Münzner

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