Orientierung am Sternenhimmel

Orientierung 21

Sternzeichen
Im Laufe des Jahres durchwandert die Sonne alle zwölf Sternbilder, die auf dem Tierkreis (der Ekliptik) liegen. Es ist eine alte Tradition, daß der Geburtstag eines Menschen mit dem Stand der Sonne in den Sternzeichen in Verbindung gebracht wird. Es gibt 12 Sternzeichen. Auf dieser Webside kann man die Sternzeichen auf einer Virtuellen Karte betrachten: www.prosieben.de/talk/horoskope/sternbilder1/

Bild 1
Zum Sternzeichen Wassermann 20.01. - 18.02. Mythos: Jupiter strafte die Menschheit mit einer vernichtenden Sintflut. Nur der redliche Deukalion und seine Frau Pyrrah konnten sich retten. Das Orakel riet ihnen, Steine, die sie fanden, hinter sich zu werfen. Aus den Steinen wurden Männer und Frauen. So bevölkerten die beiden die Erde erneut. So gibt es zu jedem Sternzeichen ein Mythos. Außerdem werden jeden Tag zu jedem Sternzeichen Horoskop geschrieben die Meinungen sind geteilt manche Leute glauben das die Sterne viel kraft haben, andere nicht.
Bild 2
Quellen:
www.astronomiepur.de/
lexikon.astronomie.info/stichworte/s.html
sternzeichen-analyse.de/astrologie_neuling/next07.htm

Orientierung 20

Sternbilder
Was ist erst mal ein Stern??? Ein Stern ist die Ansammlung von verdichtetem Wasserstoff und Helium. Die Verdichtung führt zur Kernfusion und zum Selbstleuchten des Sterns. Die Sonne ist der uns am nächsten gelegene Stern. Der Mensch hat mehr oder weniger willkürlich Gruppe hellerer Sterneden in Sternbilder zusammengefaßte, so wie er z.B. den Tag in 24h eingeteilt hat. Das alles wurde gemacht um sich so besser am Himmel zu orientieren. Es war naheliegend, gleichbleibende Sterngruppen zusammenzufassen sowie ihnen Namen zu geben. Mythologische Sternbilder wurden zu fantasievollen Figuren zusammengeführt. Der Hauptteil unserer Sternbilder geht auf das klassische Altertum zurück. Ptolemaíos hat uns 148 n. Chr. in seinem Sternkatalog 41 Bilder überliefert. Ab 1600 ist die Bilderzahl erweitert dabei auch der südliche Himmel erfasst worden. Es sind im Verlaufe der Jahrhunderte immer wieder neue Sternbilder zwischen die bestehenden eingeschoben und einige in der Folge auch wieder fallen gelassen worden. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat die Einteilung des Sternenhimmels 1930 abschließend geregelt. 1922 in Rom wurde festgelegt das es 88 Sternbildern gibt.

Sternkarte
Deutscher Name

Andromeda 
Luftpumpe 
Paradiesvogel 
Wassermann 
Adler 
Altar 
Widder 
Fuhrmann 
Bärenhüter 
Grabstichel 
Giraffe 
Krebs 
Jagdhunde 
Großer Hund 
Kleiner Hund 
Steinbock 
Schiffskiel 
Kassiopeia 
Zentaur 
Kepheus 
Walfisch 
Chamäleon 
Zirkel 
Taube 
Haar der Berenike 
Südliche Krone 
Nördlicher Krone 
Rabe 
Becher 
Kreuz des Südens 
Schwan 
Delphin 
Goldfisch 
Drache 
Füllen 
Fluß Eridanus 
Ofen 
Zwillinge 
Kranich 
Herkules 
Pendeluhr 
Nördliche Wasserschlange 
Kleine Wasserschlange 
Inder 
Eidechse 
Löwe 
Kleiner Löwe 
Hase 
Waage 
Wolf 
Luchs 
Leier 
Tafelberg 
Mikroskop 
Einhorn 
Fliege 
Winkelmsaß 
Oktant 
Schlangenträger 
Orion 
Pfau 
Pegasus 
Perseus 
Phönix 
Maler 
Fische 
Südlicher Fisch 
Achterschiff 
Schiffskompaß 
Netze 
Pfeil 
Schütze 
Skorpion 
Bildhauer 
Schild 
Schlange 
Sextant 
Stier 
Fernrohr 
Dreieck 
Südliches Dreieck 
Tukan 
Großer Bär 
Kleiner Bär 
Segel 
Jungfrau 
Fliegender Fisch 
Füchslein

Lateinischer Name

Andromeda 
Antlia 
Apus 
Aquarius 
Aquila 
Ara 
Aries 
Auriga 
Bootes 
Caelum 
Camelopardalis 
Cancer 
Canes Venatici 
Canis Maior 
Canis Minor 
Capricornus 
Carina 
Cassiopeia 
Centaurus 
Cepheus 
Cetus 
Chamaeleon 
Circinus 
Columba 
Coma Berenices 
Corona Australis 
Corona Borealis 
Corvus 
Crater 
Crux 
Cygnus 
Delphinus 
Dorado 
Draco 
Equuleus 
Eridanus 
Fornax 
Gemini 
Grus 
Hercules 
Horologium 
Hydra 
Hydrus 
Indus 
Lacerta 
Leo 
Leo Minor 
Lepus 
Libra 
Lupus 
Lynx 
Lyra 
Mensa 
Microscopium 
Monoceros 
Musca 
Norma 
Octans 
Ophiuchus 
Orion 
Pavo 
Pegasus 
Perseus 
Phoenix 
Pictor 
Pisces 
Piscis Austrinus 
Puppis 
Pyxis 
Reticulum 
Sagitta 
Sagittarius 
Scorpius 
Sculptor 
Scutum 
Serpens 
Sextens 
Taurus 
Telescopium 
Triangulum 
Triangulum Australe 
Tucana 
Ursa Maior 
Ursa Minor 
Vela 
Virgo 
Volans 
Vulpecula

Abkürzung

And 
Ant 
Aps 
Aqr 
Aql 
Ara 
Ari 
Aur 
Boo 
Cae 
Cam 
Cnc 
CVn 
CMa 
CMi 
Cap 
Car 
Cas 
Cen 
Cep 
Cet 
Cha 
Cir 
Col 
Com 
CrA 
CrB 
Cor 
Crt 
Cru 
Cyg 
Del 
Dor 
Dra 
Equ 
Eri 
For 
Gem 
Gru 
Her 
Hor 
Hyda 
Hyi 
Ind 
Lac 
Leo 
LMi 
Lep 
Lip 
Lup 
Lyn 
Lyr 
Men 
Mic 
Mon 
Mus 
Nor 
Oct 
Oph 
Ori 
Pav 
Peg 
Per 
Phe 
Pic 
Psc 
PsA 
Pup 
Pyx 
Ret 
Sge 
Sgr 
Sco 
Scl 
Sct 
Ser 
Sex 
Tau 
Tel 
Tri 
TrA 
Tuc 
UMa 
UMi 
Vel 
Vir 
Vol 
Vul

zu den Sternzeichen

Orientierung 19

Freie Astronomiesoftware im Vergleich

Stargazing:
-ermöglicht Himmeldiagramme zu Zeichnen
-Positionen von Planeten,Planoiden und Kometen werden angezeigt
-Zweck des Programmes ist es unterschiedliche Himmelprogramme
für eine bestimmte Beobachtung vorzubereiten.
download
Virtual Sky:
-zeigt den Sternenhimmel über verschiedenen Positionen an
-Zeit kann ebenfalls eingestellt werden
-gibt Beschreibungen zu einzelenen Sternbildern und Planeten
-Karte in verschieden Stufen dreh- und zoombar
- Bild: hier
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EasySky
-Umfangreiche Astronomie-Software, zeigt Ihnen
den kompletten Sternenhimmel (15 Mio Sterne)
-Planeten,Asteroiden und Kometen werden in 3D dargestellt
-EInstellungen können in Dokumenten gespeichert werden

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Distant Suns:
-Programm zur Beobachtung des Sternenhimmels
-Ort und Datum Einstellbar
-stufenlos dreh- und zoombar
- Bild: hier
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Ephemeris Tool:
-Asteroidendatenbank
-Daten zur Jupitermondverfinsterung bis zur Sternenbedeckung
-Generierung von Ephemeridentabellen
download

Quellen: -www.easysky.de
-http://virtualskysoft.de
-www.distantsuns.com

-Download der Programme (selber testen)

Orientierung 18

Kostenlose Astronomiesoftware für Linux








Celestia

Celestia ist eine kostenlose Astronomiesoftware, bei der sie virtuell zu über 100000 Sternen fliegen können. Sie hat eine sehr gute 3D-Graphik, die allerdings auch einen etwas schnelleren Rechner benötigen.

Download von Celestia

OpenUniverse

OpenUniverse ist ebenfalls eine kostenlose Asronomie-Software in der sie sich in 3D-Graphik durch das Weltall bewegen können. Dabei sind nicht nur alle Planeten unseres Sonnensystems beinhaltet, sondern auch Monde und ander kleinere Objekte Auch hier ist eine gute Graphikkarte sowie ein schneller Prozessor nötig.

Download von OpenUniverse

KStars

Mit KStars kann man sich für jeden beliebigen Ort auf der Erde den Sternenhimmel anzeigen lassen. Die Software ist sehr Leistungsfähig und umfasst etwa 40000 Planten und viele weitere Objekte des Alls.

Download von KStars

Stellarium

Stellarium ist eine freie Software in der sie sich den Sternhimmel anzeigen lassen können. Ein sehr schönes Feature ist die Möglichkeit einen gesamten Tageverlauhf der Sterne darzustellen. Es enthält realistische Bilder und viele verschiedene Einstellungen.

Download von Stellarium

XEphem

XEphem ist ein graphisch relativ einfaches Programm. Es besitzt jedoch eine Menge sinnvoller Features.

Download von XEphem

Xplns

Xplns ist ebenso wie XEphem eine Planetariumsoftware die graphisch klar besser ist, aber mit einer geringeren Anzahl von Sternen und Planeten. Auch kann man sich nicht von so vielen Städten aus den Sternenhimmel zeigen lassen.

Download von Xplns

Celestia

Celestia ist eine kostenlose Astronomiesoftware, bei der sie virtuell zu über 100000 Sternen fliegen können. Sie hat eine sehr gute 3D-Graphik, die allerdings auch einen etwas schnelleren Rechner benötigen.

Download von Celestia

Quellen:
siehe Download-Pages

Orientierung 17

Das rotierende Äquatorsystem
Wenn man Himmelskörpter (z.B. Sterne) beobachten will, muss man ihre Position kennen bzw. diese beschreiben können. Deswegen gibt es Koordinatensysteme.
Eines davon ist das Äquatorsystem (äquatoriales Koordinatensystem). Bei diesem System muss man sich den Himmel als riesige Himmelskugel, in dessen Mitte sich die Erde befindet und auf der der Beobachter steht, vorstellen.

Grundlage (Aufbau) des Äquatorsystems:

Die Lage der Erdachse im Raum ändert sich kaum, deshalb hat die senkrecht zur Erdachse liegende Äquatorebene auch eine (fast) gleichbleibende Lage im Raum.
Diese Äquatorebene stellt somit eine gut geeignete Bezugsebene für ein Koordinatensystem, für das Äquatorsystem, dar.
Die Koordinaten dieses Systems sind (im Vergleich zum Horizontsystem) unabhängig vom Beobachtungsort und der Beobachtungszeit (zumindest über gewisse Zeiträume hinweg). Um den Ort eines Gestirns in diesem Koordinatensystem festzulegen, benötigt man (ähnlich wie beim Horizontsystem) zwei Winkel. Diese Koordinaten heißen Rektaszension alpha und Deklination delta . Die Vorraussetzung für die Bestimmung der Koordinaten ist, dass der Abstand der Sterne (bei ihrer scheinbaren täglichen Bewegung) zum Himmelspol und damit auch zum Himmelsäquator gleich bleibt. Die Deklination ist dieser gleichbleibende Winkelabstand eines Gestirns vom Himmelsäquator. Sie wird in Grad vom Himmelsäquator (0°) in positiver Zählweise zum Nordpol (+90°) hin und in negativer Zählweise zum Südpol (-90°) hin bestimmt (Die Deklination ist die y-Achse im Äquatorsystem).
Um die Position des Sterns eindeutig bestimmen zu können, wird noch eine Richtungsangabe auf dem Himmelsäquator benötigt. Man braucht dafür einen Anfangs- oder auch Nullpunkt. Aur der Erde ist dies der Nullmeridian. Er verläuft durch Greenwich. Dieser Nullpunkt der Erde liegt sozusagen auf der Erde und rotiert mit ihr mit. Analog zu diesem Nullpunkt muss ein Punkt am Himmelsäquator gewählt werden, der auch an der scheinbaren täglichen Bewegung der Sterne teilnimmt. Dieser Punkt ist der Frühlingspunkt, er wird als Nullpunkt der Zählung auf dem Himmelsäquator genutzt. Der Frühlingspunkt ist der Punkt, an dem die scheinbare jährliche Bahn der Sonne (die Ekliptik) den Himmelsäquator schneidet. Dies geschieht am kalendarischen Frühlingsanfang, dem 21. März.
Die zweite Koordinate ist also der Winkelabstand eines Sterns zum Frühlingspunkt. Er wird als Rektaszension a bezeichnet. Die Rektaszension wird auf dem Äquator in richtung der Erdrotation (von West nach Ost) von 0 bis 24 Uhr gezählt. Der Vollkreis den der Himmelsäquator beschreibt, ist in diese 24 Stunden unterteilt. Eine Stunde entspricht damit 15°. Die Lage des Frühlingspunktes findet man heraus, wenn wir am herbstlichen Sternenhimmel (in südöstlicher Richtung) das Sternquadrat des Pegasus suchen. Verlängert man die Verbindungslinie der beiden linken Ecksterne etwa um den gleichen Betrag nach unten, so hat man ungefähr die Lage des Frühlingspunktes gefunden.

 

Ortsbestimmung mit dem Äquatorialsystem Auffinden des Frühlingspunktes

Quellen:
Dieter B. Herrmann "Astronomie" Sekundarstufe I, Paetec Verlag,
"Astronomie Sekundarstufe II", Paetec Verlag,
"Astronomie Grundkurs" Ernst Klett Schulbuchverlag

Orientierung 16

DAS HORIZONTSYSTEM

Horizontsystem Horizontsystem="natürliches Koordinatensystem"
Um die Position eines Sternes heraus finden zu können, muss man als erstes die Koordinaten finden. Für die Koordinaten braucht man die Horizontebene und den Zenit (Punkt senkrecht über dem Beobachter) bzw. den Nadir ( Punkt senkrecht unter dem Beobachter). Mit diesen Vorausetzungen kann man ein sogenanntes rechtwinkliges Koordinatensystem festlegen. Die Sterne haben alle eine unterschiedliche Höhe über dem Horizont. Diesen Winkelabstand von dem Stern zum Horizont in Richtung Zenit nennt man HÖHE h. Wenn ich also von einem Stern die Höhe weiß, z.B. h=30°, dann muss ich den Stern in 30° Abstand vom Horizont rings um mich herum suchen. Um den Stern aber genau finden zu können, fehlt noch die Himmelsrichtung, also eine Richtungsangabe.Um diese festlegen zu können, geht man vom Meridian (Kreisbogen vom Zenit zum Horizont, wird auch Mittagslinie genannt) aus und definiert den Winkelabstand eines Sterns vom Meridian als AZIMUT a (arab., Weg der Sterne).
Das Azimut ist der Winkel gegen Süden und wird von Süden aus in Uhrzeigerrichtung gemessen, d.h.in Richtung Westen
(--> Süden, Westen, Norden, Osten). Mit diesem Koordinatenpaar(a;h) kann man die Position eines Stern genau bestimmen. Allerdings ist zu beachten, dass beide Koordinaten, und somit das Horizontsystem Zeit- und Ortsabhängig ist. Das Horizontsystem wird u.a. in der Geophysik und Geodäsie (Erdvermessung, Landvermessung) angewendet. Die beiden Koordinaten des Horizontsystems (a;h) sind ganz einfach zu messen ( mit der Sternkarte, z.b.) und man kann damit bestens einen Stern auffinden. Da das Horizontssystem, wie schon gesagt Zeit- und Ortsabhängig ist, kann man mit dem Horizontsystem keine Sternkataloge und Sternatlanten anfertigen.

Quellen:

1.Buch:
Astronomie Sekundarstufe 1
Autoren:Dietmar Fürst, Prof.Dr.Dieter B. Herrmann, dr. Oliver Schwarz, Klaus Ullerich, Dr.Bernd Zill
Verlag:paetec Gesellschaft für Bildung und Technik mbH
Erscheinungsjahr:1994
Seiten: 24-25
2.Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001. © 1993-2000 Microsoft Corporation.

 

Orientierung 15

Die Sternkarte: Sie ist von dem deutschen Astronom Peter Apianus. Sie ist als Einzelldruck ( Ingolstadt 1536) und im Buch Astronomicum Caesareum (1540) veröffentlicht worden. Sie zeigt 48 Sternbilder mit 1025 Sternen. Die Sternbilder tragen Namen aus der antiken Literatur und viele arabische Namen die ins Lateinische übertragen wurden. In der Karte 1536 werden die Namen der Sternbilder in Frakturschrift (gotisch) und 1540 in Antiqua wiedergegeben. Die Karte zeigt den Sternenhimmel von der Außenansicht d.h. als würde man von außen auf den Himmelglobus schauen. In der Praxsis würde das bedeuten das ,wie auf der Karte zu sehen, der Kopf vom Großen Bären nach links zeigt. Aber der Himmelsbetrachter schaut von der Innenansicht auf den Himmelglobus und da zeigt der Kopf vom Großen Bär nach links. Die Karte ist wie sie sehen auf den Ekliptikpol ,im Sternbild Drache (Draco), zentriert. Der Große Bär ,der bei den heutigen Karten das Zentrum bildet(Nördlicher Sternhimmel), ist rechts von der Mitte. Auf der Karte sind auch z.B: Zwillinge, Schwan,Orion,...abgebildet. Sternenkarte von Apianus Peter Apian:Eigentlich Peter Bienewitz oder Bennewitz (1495-1552) war ein deutscher Astronom, Mathematiker und Kartograph. Ab 1527 lehrte er als Professor für Mathematik in Ingolstadt. Er konstruierte zahlreiche astronomische Instrumente und beobachtete im Jahr 1531 als erster, dass die Kometenschweife von der Sonne abgewandt sind. Mit Hilfe seines Bruders Georg richtete er in Ingolstadt eine Druckerei ein und veröffentlichte eine Reihe mit astronomischen Schriften.

Quellen: Buch: Peter Apian von Polygon 2.Auflage 1997

Orientierung 14

-- Astronomie in der Steinzeit --



Während der Steinzeit gab es zahlreiche Anzeichen für Sonnen- und Mondkulte. Einer der bekanntesten jungsteinzeitlichen Sonnenkulte ist Stonehenge. In dieser Zeit, circa Anfang des dritten Jahrtausends vor Christus wird deutlich, dass der Sonne immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Dies wurde durch kreisförmige Monumente, die die Wendeposition der Sonne verkörperten an Stonehenge und anderen Standorten wie z.B. in Nordeuropa oder in zahlreichen anderen Zentren Britanniens nachgewiesen.


Stonehenge


In der Steinzeit spielten Auf- und Untergänge von Sonne, Mond und Sternen am Horizont eine große Rolle. Jedoch waren in den frühsten Zeiten der Steinzeit, in denen Strukturen nach dem Himmel ausgreichtet waren, Sonne und Mond nicht von großer Bedeutung. Am Anfang der Steinzeit, etwa 4500 v. Chr, wurden Hügelgräber errichtet die auf die Auf- und Untergänge heller Sterne gerichtet waren. Dies wurde dann von den jungsteinzeitlichen Menschen "revoluioniert". Sie bauten keilförmige Gemeinschaftsgräber die auf den natürlichen Horizont gerichtet waren. Diese Gräber konnte man als künstlichen Horizont benutzen, sobald man sie von einem bestimmten Blickwinkel betrachtete. Das besondere an all diesen Gräber ist, dass sie durch ihre Bauweise und Funktion eine Verbindung mit Astronomie und Geometrie einging Bei einigen Monumenten gab es Anzeichen einer Mondbeobachtung. Doch die größte Aufmerksamkeit in der Steinzeit zogen die Sterne auf sich. Zu den bekanntesten gehörten Deneb, Rigel und Aldebaran. Aber warum zogen Sterne die Menschen in der Steinzeit so in den Bann. Beispiel dafür ist Aldeberan, der Auf- und Untergang des Sternes war wahrscheinlich mit den religiösen Opfergaben von Stieren verknüpft.
Quellen:

http://www.unet.univie.ac.at/~a9503672/astro/history/steinzeit.htm
Viewegs Geschichte der Astronomie und Kosmologie
Astronomie (Peatec)

Orientierung 13

Die Himmelsscheibe von Nebra

BILD Die Himmelsscheibe von Nebra wurde bereits 1998,bei einem Waldstück in Sachsen-Anhalt, von Grabräubern gefunden, die diese mehrfach Museen zum verkauf anboten. Wie sich jetzt herausstellet wurden neben der Himmelskarte auch zwei Bronzeschwerter, zwei Randleistenbeile, Meißel und Armringe entwendet. Erst jetzt konnten die Täter bei einer vorgetäuschten Übergabe in der Schweiz, von der Polizei festgenommen werden. Durch diese späte Sicherstellung der Fundsachen, wurde deren richtige Zuordnung unmöglich, was viele Hinweise auf deren Bedeutung zunichte macht. Zudem kommt das unprofessionelle Vorgehen der Täter während der Ausgrabungen. Dadurch wird die Bestimmung der Karte und deren Bedeutung stark erschwert.

 

Technische Daten:

- kreisförmig
- 2 kg schwer
- Durchmesser: 32 cm
- Alter: ca. 3600 Jahre
- Abgebildete Symbole: Vollmond oder Sonne, und Mondsichel/partielle Mondfinsternis + einige Sterne, von denen 7 dicht bei einander liegen + drei Bögen am Scheibenrand(zwei große und ein kleiner).

Deutung:

Die Deutung der 7 Sterne ergab, dass es sich um die Anordnung der Plejaden vor 3600 Jahren oder um das Sternbild Delphin handelt. Die kleinen Bögen könnten die damaligen Horizontlinien sein und bei dem großen handelt es sich vielleicht um eine Art Sonnenbarke.

Quellen:

Die Himmelsscheibe von Nebra
Himmelsscheibe-von-Nebra

Orientierung 12

Das Astrolabium

(kommt von dem griechischen Wort astrolábos)

Was ist ein Astrolabium?

Das Astrolabium ist ein antikes, astronomisches Gerät zur Bestimmung der Position und der Zeit in der Astronomie. Es wurde allerdings auch in der Astrologie, Geodäsie und der Schifffahrt verwendet. Es wird gesagt, dass das Astrolabium der Vorgänger der drehbaren Sternscheibe ist.

Wie ist der Aufbau und die Funktionsweise des Astrolabiums?

Astrolabium 1 Die Astrolabien waren meist aus Messing gemacht. Der äußerste, leicht erhöhte Ring ist das Mater (Gehäuse). Dieser ist in 360 Grad und 24 Stunden eingeteilt, welche im Messing eingraviert sind. Auf der innen liegenden Scheibe befindet sich die Projektion des Sternenhimmels. Die Scheibe ist nach Breitengraden wechsel- und drehbar, diese wird als Tympana bezeichnet. Ein weiterer Ring im Inneren, welcher Rete genant wird, ist ein Netz mit der Stellung des Tierkreises und wichtigen Fixsternen. Dieser Ring ist um die Mittelachse drehbar. Durch einen Zeiger ist die gegenseitige Zuordnung der Skalen und Positionspunkte möglich. Mit Hilfe dieses Zeigers lassen sich z.B. Auf- und Untergangszeiten von und auch der Sonne ermitteln. Man kann damit auch aus der Position eines Gestirns das Datum oder die Zeit herauskriegen.
Auf der Rückseite des Astrolabiums sind Winkel-, Tierkreis- und Kalenderskalen eingraviert. Mit einem schwenkbaren Visierlineal (Alhidade)und seinen zwei Visiermarken (Diopter) kann man die Höhenwinkel von Gestirnen messen. Meist befindet sich auf der Rückseite des Astrolabiums auch noch das sogenannte "Schattenquadrat" und ein Kurvenschar, mit denen man die "unbestimmte Zeit" bestimmen kann. Viele typische Aufgaben der Astronomie wie z. B .die Höhe, Zeitpunkt von Auf-, Untergang und Kulmination von Gestirnen lassen sich mit Hilfe des Astrolabiums bewältigen. Aufgrund der vielen Funktionen der Astrolabien, könnte man sagen, dass sie eine Zusammenstellung aus einer drehbaren Sternenkarte, Visierinstrument, Winkelmesser und so einer Art "astronomischer Rechenschieber" sind.

Wie ist die Geschichte des Astrolabiums?

Das Astrolabium wurde zwischen ca.150 v. Chr. und 150 n. Chr. von einigen griechischen Gelehrten entwickelt. Im Mittelalter wurde es denn verbessert und in ganz Europa bekannt gemacht. Aus arabischen Quellen wurde auch eine Anekdote über die Entstehung des Astrolabiums überliefert. Sie besagt, dass der griechische Naturwissenschaftler und Astronom Ptolemaios mit einem Himmelsglobus auf einem Esel ritt und diesen fallen ließ. Der Esel trat darauf und das Ergebnis davon war ein Astrolab. In einigen wenigen arabischen Ländern werden heute noch Astrolabien angefertigt und unter anderem aus religiösen Gründen angewendet. Im Mittelalter wurden Astrolabien nicht nur für Messungen verwendet, sondern auch als Lehrmittel, um die Vorgänge am Himmelskörper anschaulicher zu machen. Im 16. Jahrhundert verlor dann das Astrolabium, aufgrund der Entwicklung genauerer Instrumente an Bedeutung für die Astronomie. Aber von portugiesischen Seefahrern wurde das Astrolabium noch bis ins 17.Jahrhundert hinein benutzt.

Astrolabium 2

Quellen:

2. Autor: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Orientierung 11

Der Sextant



Geschichte des Sextanten

-vor satellitengestützten Systemen (GPS) war Orientierung auf See nur durch die Höhe eines Himmelskörpers oder durch Abstände von Himmelskörper untereinander möglich
-um 800 n.Chr. wurde der Quadrant und das Astrolabium erfunden
-im 14.Jhd. wurde der Jakobsstab erfunden, durch den genauere Messungen möglich wurden.Der Jakobsstab war 400 Jahre das wichtigste Navigationssystem
-1731 erfand John Hadley in London den Spiegelsextanten. Unabhängig davon erfand Thomas Godfrey in Philadelphia auch eine Spiegelsextanten.
-Durch den Spiegelsextanten wurden schnelle und genaue Messungen möglich.Außerdem bestand keine Abhängigkeit mehr von den Sternen, weil der Standort auch durch die Sonne bestimmt werden konnte.
-Sextant und Chronometer,erfunden von John Harrison, waren wichtigsten Voraussetzungen für die Ausbreitung des British Empire.

Anwendungsbereiche des Sextanten


Mit dem Sextanten können Positionen, Kurse, Winkel, Entfernungen und Höhen gemessen werden.

Funktionsweise eines Sextanten

Bestimmung der Geografischen Breite
1) Sonnenfilter in den Sextanten einsetzen.
Wichtig: Niemals ohne Sonnenfilter die Sonne anpeilen!
2)Alhidade auf 0° stellen
3)Mit dem Sextanten Sonne anpeilen, so das die Sonne gespiegelt durch den Sonnenfilter erscheint
4)Wenn die Sonne sich im Horizontspiegel auf der Horizontlinie befindet, Messergebnis ablesen.
5)Von dem abgelesenen Wert wird die Sonnendeklination abgezogen. Daraus ergibt sich die Höhe des Himmelsäquators.
Das Ergebnis wird von 90° abgezogen.

Beispiel für um 12 Uhr Mittags am 17.10.2003:
58°(Höhe der Sonne)-(-9,19)= 67,19° =Höhe des Himmelsäquators
90°-67,19°= 22,81 = Geografische Breite

Quelle:Bauanleitung des Sextanten vom Astromediaverlag

Orientierung 10

Der Jakobsstab


Der Jakobsstab ist ein mittelalterliches Winkelmessgerät. Er wird auch als Grabstock, Kreuzstab oder als cross staff (engl.) bezeichnet. Er wurde vom Spätmittelalter bis zur Erfindung des Sextanten, im 18. Jahrhundert, verwendet. Überwiegend in Portugal, Niederlande und England. Besonders wichtig war er für die Schiffsortbestimmung, aber auch an Land in der Astronomie und Navigation war er von Bedeutung. Nach ihm wurden auch die drei Sterne im Oriongürtel benannt.
Der Jakobsstab misst den Winkelabstand von 2 Punkten; Bsp.: Abstand von zwei Sternen oder von einem Stern zum Horizontpunkt. Levi ben Gerson maß 1342 den Durchmesser der Sonne und bestimmte (wahrscheinlich) erstmals Koordinaten damit.
Der Stab besteht aus einem Längsstab,der mit einer Skala versehen ist,die in gleichmäßige Abstände eingeteilt ist. Und einem Querstab, der wesentlich kürzer ist als der Längsstab, den man senkrecht am Längsstab verschieben kann.
Johannes Werner verbesserte die Anwendbarkeit des Stockes durch die Einteilung der Lägsskala in Winkel und inklusive Gradzahl.Dadurch wurde die Anwendung um einiges erleichtert.
Anwendung: Man peilt die Punkte, von denen man den Abstand wissen möchte, durch das Visir- am Anfang des Längsstabes- an. Der Querstab wird solange verschoben bis die beiden Punkte die äußeren Kanten des Querstabes "berühren". Dann kann man an der Skala der Längsseite ablesen in welchem Winkelabstand sich beide voneinander befinden.

Jakobsstab
Quellen:
Der Brockhaus (Band Nummer 7)
Peter Apian Polygon- Verlag

Orientierung 9

Der Sternenhimmel in Melbourne im Winter

Die Jahreszeiten sind dort um ein halbes Jahr verschoben da Melbourne auf der Südhalbkugel liegt, d. h. wenn bei uns Sommer ist, ist in Melbourne Winter. Es gibt keinen Südpolarstern. Die Sternenbilder am Himmelsäquator sieht man auf beiden Erdhalbkugeln. Man sieht die Sternenbilder in Melbourne spiegelverkehrt und ein Teil des großen Waagens nur zu bestimmten Zeiten (Im April immer um 22.00 - 23.00 Uhr.)

Zirkumpolare Sternbilder: Cameleon, südliches Dreieck, Paradiesvogel, Oktant,

Z. B. am 01.08., 22.00 Uhr:
- im Norden: sieht man , das Sternenbild "die Leier" mit dem Stern "Wega" und das Sternenbild "Herkules".
- im Westen: sieht man nah am Horizont , dass Sternenbild "Rabe".
- im Osten: sieht man, dass Sternenbild "Wassermann".
- im Süden: sieht man nah am Horizont, dass Sternenbild "fliegender Fisch" und "das Schwertfisch Netz".

Quellen: Sternkarte von Thomas

Orientierung 8

In Melbourne (Australien) sieht man einen anderen Sternhimmel als bei uns. Nicht wie bei uns also den Nordhalbkugel-Sternhimmel, sondern den Südhalbkugel-Sternhimmel. Das hängt damit zusammen, dass Australien auf der Südhalbkugel der Erde liegt und wir auf der Nordhalbkugel. Daher kommt es auch das die Jahreszeiten umgedreht vorkommen. Also wenn wir Sommer haben, ist dort Winter. Mit dem Herbst und dem Frühling ist es genauso. Die Sternenbilder die wir am Horizont sehen, sieht man auf der Südhalbkugel auch am Horizont allerdings genau umgekehrt. Einige Zirkumpolare Sternenbilder auf der Südhalbkugel: Fliege, Oktant, Chamäleon, Paradiesvogel und Fliegender Fisch Einige Sternenbilder am Horizont am Südhalbkugel-Sternenhimmel in Richtung SÜDEN geguckt (am 15. April um 22.00 Uhr): Im Westen: Hase und der Rigel. Im Osten: Schlangenträger. In Richtung NORDEN geguckt: Hier sind es die gleichen Sternenbilder wie in Richtung Süden.

Orientierung 7

Sternenhimmel über Melbourne im Sommer

Im Vergleich mit unseren Jahreszeiten sind die der Südhalbkugel je um ein halbes Jahr versetzt. Wenn bei uns Sommer ist, ist in Melbourne also Winter. Das liegt daran, dass die Erde sich um die Sonne dreht und die Sonneneinstrahlung ihren Winkel auf die Erdoberfläche verändert, da die Erdachse geneigt ist. In Melbourne kann man andere Sternbilder sehen als am nördlichen Sternenhimmel. Die Sternbilder, die wir in der nähe des Horizontes sehen, sind auch in Melbourne erkennbar, aber sie sind andersherum zu sehen z.B. Orion. Am südlichen Sternenhimmel gibt es keinen „Südpolarstern", das heißt es gibt keinen so charakteristischen Orientierungspunkt wie der Nordpolarstern am nördlichen Sternenhimmel. Das Sommerdreieck, was man am südlichen Sternhimmel im Sommer sieht, sieht man am nördlichen Sternenhimmel im Winter.

5. Januar 22.00 Uhr
Süden Südliches Dreieck
Westen Wassermann
Osten Sextant
Norden Fuhrmann