Orientierung 11

Der Sextant



Geschichte des Sextanten

-vor satellitengestützten Systemen (GPS) war Orientierung auf See nur durch die Höhe eines Himmelskörpers oder durch Abstände von Himmelskörper untereinander möglich
-um 800 n.Chr. wurde der Quadrant und das Astrolabium erfunden
-im 14.Jhd. wurde der Jakobsstab erfunden, durch den genauere Messungen möglich wurden.Der Jakobsstab war 400 Jahre das wichtigste Navigationssystem
-1731 erfand John Hadley in London den Spiegelsextanten. Unabhängig davon erfand Thomas Godfrey in Philadelphia auch eine Spiegelsextanten.
-Durch den Spiegelsextanten wurden schnelle und genaue Messungen möglich.Außerdem bestand keine Abhängigkeit mehr von den Sternen, weil der Standort auch durch die Sonne bestimmt werden konnte.
-Sextant und Chronometer,erfunden von John Harrison, waren wichtigsten Voraussetzungen für die Ausbreitung des British Empire.

Anwendungsbereiche des Sextanten


Mit dem Sextanten können Positionen, Kurse, Winkel, Entfernungen und Höhen gemessen werden.

Funktionsweise eines Sextanten

Bestimmung der Geografischen Breite
1) Sonnenfilter in den Sextanten einsetzen.
Wichtig: Niemals ohne Sonnenfilter die Sonne anpeilen!
2)Alhidade auf 0° stellen
3)Mit dem Sextanten Sonne anpeilen, so das die Sonne gespiegelt durch den Sonnenfilter erscheint
4)Wenn die Sonne sich im Horizontspiegel auf der Horizontlinie befindet, Messergebnis ablesen.
5)Von dem abgelesenen Wert wird die Sonnendeklination abgezogen. Daraus ergibt sich die Höhe des Himmelsäquators.
Das Ergebnis wird von 90° abgezogen.

Beispiel für um 12 Uhr Mittags am 17.10.2003:
58°(Höhe der Sonne)-(-9,19)= 67,19° =Höhe des Himmelsäquators
90°-67,19°= 22,81 = Geografische Breite

Quelle:Bauanleitung des Sextanten vom Astromediaverlag