Abschlussfahrt 2019
Sonntag, 30. Juni 2019, 21.00 Uhr,
schon eine gefühlte Ewigkeit sitzen wir im Bus.
Alles tut weh, aber die Stimmung ist gut. Gerade haben wir die französische Grenze passiert und haben noch ca. 14 Stunden vor uns.
Als wir heute Mittag in Chemnitz los fuhren, schien die Sonne noch hell, mittlerweile geht sie langsam unter. Unter uns macht sich Sonntagabendstimmung breit: wir beenden den Tag mit Fußball gucken, Abendbrot essen und gemeinsamer Zeit.
Morgen melden wir uns ausgepowert, aber hoffentlich zufrieden von der Atlantikküste wieder.




Bon soir,
eure 10er
Montag, 01. Juli 2019, 22.52 Uhr,
Wir sind platt! Ein anstrengender Tag geht langsam zu Ende. Heute Morgen gegen 11 Uhr erreichten wir, nach einer langwierigen Busfahrt, unser Ziel: Saint Girons Plage. Uns erwartete ein, in einem Pinienwald gelegener, großer Zeltplatz direkt am Meer. Nachdem wir unsere Zelte bezogen hatten, lernten wir das Surfteam kennen und wurden in die Grundkentnisse, des Wellenreitens eingewiesen. Nach einer Mittagspause und einer Runde schwimmen, im Atlantik ging unser Surfkurs auch schon los. Alle waren gespannt und auch ein wenig aufgeregt. Aber nachdem wir uns mit den Brettern im Wasser eingefunden hatten, sah man schon die ersten strahlenden Gesichter. Auch wenn es Anfangs nicht ganz einfach war die Balance auf dem Brett zu finden, gewöhnte man sich doch recht schnell an das Gefühl auf dem Wasser. Wir lernten die Basics des Surfens und ließen uns von den Wellen zum Strand tragen ( natürlich nur im liegen ). Alle waren begeistert und niemand konnte aufhören zu lächeln. Wir sind voller Vorfreude auf Morgen und hoffen uns jetzt gut ausschlafen zu können, da wir alle erschöpft sind.
Bonne nuit,
Eure 10er.
Dienstag, 02. Juli 2019, 23.04 Uhr
Heute nur eine kurze Naricht, da die Zeit zu schön und kostbar ist und wir jede Minute genießen wollen. Aber hier ein Update von Heute: Es ist vollbracht. Die ersten haben es geschafft eine Welle im Stehen zu reiten. Es war ein unglaubliches Gefühl auf der Welle zu stehen. Wir haben alle Blut geleckt und können es nicht erwarten Morgen wieder ins Wasser zu gehen. Auch hatten wir heute unsere erste Theoriestunde zum Thema "Gezeiten". Weitere werden folgen. Wir melden uns morgen mit hoffentlich neuen Erfolgen wieder.









Salut
Eure Wellenreiter
Mittwoch, 03. Juli 2019, 23.50 Uhr,
Wir haben die Palme der guten Hoffnung gewonnen, zumindest Luis und Frank, beim wöchentlichen Tischtennisturnier im Camp. Das Team L+F setzte sich gegen 29 andere Mannschaften in fünf Spielen durch und alle anderen feuerten kräftig an. Im Wasser lief es ebenfalls super. Mittlerweile haben es fast alle geschafft eine Welle im stehen zu reiten und der Rest ist kurz davor. Die Sonne hat sich heute zum ersten mal an der Wolkendecke vorbei geschoben und forderte Tubenweise Sonnencreme. Die Stimmung könnte nicht besser sein und wir genießen unsere gemeinsame Zeit.
Á bientôt
Eure sonnengezeichneten Surfer.
















Donnerstag, 04. Juli 2019, zu spät...
Es war zu Spät und wir mussten ins Bett, deshalb hier der Nachtrag für Gestern.
Der Donnerstag startete für uns recht spät, Wir schliefen aus, spielten Tischtennis und Werwolf, bevor es gegen 12 Uhr ins Wasser ging. Es erwartete uns strahlender Sonnenschein und wir mussten aufpassen, dass wir uns nicht verbrennen. Trotz des schönen Wetters waren die Wellen eher mau. Es war schwierig auf so kleinen Wellen einen Take off (aufstehen auf dem Brett) zu meistern. Dennoch hat es bei vielen richtig gut geklappt. Davon konnten wir uns am Abend bei der Viedeokorrektur überzeugen. Danach hatten wir noch ein kurzes Aufstehtraining an Land und "de Ossis ofm Brett" (10B) erfuhren etwas über die Wetterentstehung also Isobaren und co. Den Abend ließen wir mit Volleyball und Zusammensein (und weinen ;) am Strand ausklingen. Bei klarem Sternenhimmel über dem Atlantik, verschwanden wir in unsere Zelte.
Au revoir
Eure Wellenreiter










Freitag, 05. Juli 2019, Zeit ist relativ,
Der Abschied schmerzt.
Nicht nur der von den gemeinsamen Zehn Jahren die jetzt zu ende gehen, auch der übliche Abschiedsschmerz, den man empfindet, wenn man ein Urlaubsziel verlässt. Uns wird der Strand, das Camp, die Crew und natürlich das Surfen fehlen. Es ist unfassbar, dass die Woche schon wieder verstrichen ist.
Viel schlimmer ist aber die Tatsache, dass das nun wirklich das Ende eines gemeinsamen Lebensabschnittes kennzeichnet. Wir teilen Zehn Jahre Lebenszeit, in der wir zusammen groß worden und uns entwickelten. Um das zu verdauen, versammelten wir uns, als Klasse, am Strand und verabschiedeten uns, auch von Katja und Rebecca (und natürlich Frank). Danach verbrachten wir den restlichen Abend gemeinsam und sahen die ein oder andere Sternschnuppe. Aber noch kurz zum Surfen, heute probierten wir zum ersten mal grüne Wellen an zu paddeln, was wirklich schwierig war. Doch wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischte und von der Welle angezogen wurde und dann am höchsten Punkt stand, blieb die Zeit für einen kurzen Augenblick stehen, bevor man schließlich in die Tiefe bretterte. Was für ein unglaubliches Gefühl!
Zum Abschluss möchte ich sagen, und ich denke ich kann da für alle sprechen, dass es eine unfassbar schöne Abschlussfahrt war, bei der man seine Grenzen überwinden und als Klasse den Zusammenhalt unter Beweis stellen konnte. Vielen Dank an alle, die uns so etwas ermöglicht haben! Auch ein Dank an alle Leser, denen unser Blog hoffentlich gefallen hat. Schreibt uns gern, wenn dass der Fall war (Kommentare).
Au revoir et Mercie beaucoup,
Eure Surfer.








Samstag, 06. Juli, 18.59 Uhr,
Können wir bitte umdrehen?
Und wieder sitzen wir im Bus. Es fühlt sich an, als wäre ein Fingerschnipsen seit der Hinfahrt vergangen. Aber nein. Eine Woche Atlantikküste liegt hinter uns und wie viel würde ich geben um einfach wieder umzudrehen. Es wäre so einfach. Aber im Moment sind wir gefangen im Reisebus und hören Michael Jackson. Eine, unendlich lang scheinende, Fahrt liegt noch vor uns, dabei fahren wir bereits eine gefühlte Ewigkeit. Jetzt gerade werden Fotobücher signiert und in Erinnerung geschwelgt. Jeder befindet sich mit mindestens einem Gedanken im Camp. Weil dort alles auf einmal leichter war und jeder gute Laune hatte. Weil die Crew unglaublich herzlich und aufgeschlossen und die gesamte Atmosphäre einfach schön war. Es gab keinen Moment in dem unsere Surflehrer und Ansprechpartner nicht für uns da waren und ein offenes Ohr für unsere Fragen und Anliegen hatten. Wir hatten so viel Spaß zusammen als Klasse aber auch mit den anderen Campern und der Crew. Die Atlantikküste und die Natur waren da nur die Kirsche auf der Torte. Wir wollen euch darum nochmal sagen, dass falls ihr noch kein Ziel für den Sommerurlaub habt, oder eine Klassenfahrt bzw. Abschlussfahrt machen wollt ihr unbedingt das Camp "Wellenreiter" in die engere Auswahl nehmen solltet. Dort bekommt ihr die perfekte, unperfekte Kombination aus sportlicher Betätigung, gemeinsamer prime time, Natur und entspannten, aber kompetenten Surflehrern. Unser Geheimtipp: bucht Abendbrot mit dazu, der Koch hat nicht umsonst einen Stern.
Wir hatten eine unglaubliche Zeit und dass wird uns gerade auch nochmal klar.
Damit wollen wir unseren Blog beenden und uns für unsere fleißigen Leser bedanken. Wir sitzen uns jetzt weiter den Hintern platt.
Au revoir
Eure Ehemaligen.







Fahrradfreundlichste Schule 2019 (Bereich Mobilität)

„Was hast du am 28.4 vor?“ mit dieser Frage begann für uns, das sind sechs Schüler des Chemnitzer Schulmodells, eine Reise nach Berlin die ganz im Zeichen des Fahrrads stehen sollte.
Aber von vorn, es ist Frühjahr 2019 und gerade wurde bekannt gegeben, wer den Wettbewerb zur fahrradfreundlichsten Schule Deutschlands gewonnen hat. Auch wir, das CSM, hatten uns bei dieser Ausschreibung, mit einem selbst gedrehten Videoclip, beworben. Darin präsentierten wir, unter anderem, stolz unseren renovierten Bauwagen, der zu einer Fahrradwerkstatt umgebaut wurde und den Namen „Plattenladen“ trägt. Außerdem stellten wir, in dem von Jacob Dost, einem Schüler der zehnten Klasse, gedrehten Video, einige Fahrradprojekte vor, die wir in den letzten Jahren ins Leben gerufen hatten.
Die Liste der Aktionen, auf unserer Bewerbung, war lang. Neben dem „Plattenladen“, Projekten mit Mountainbike Profis und dem anschaulichen Fahrradunterricht in der vierten Klasse, kam uns auch die Aktion „Klima Touren“, an der wir seit kurzem teilnahmen, zu Gute. Wahrscheinlich war es aber das Bewerbungsvideo, dass uns zum Sieg verhalf, denn keine andere Schule hatte diese Art der Bewerbung für sich genutzt. Was fest stand war, dass wir, vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), zur fahrradfreundlichste Schule Deutschlands, im Bereich „Mobilität“, ausgezeichnet wurden. Das bedeutete für uns „Berlin. Berlin. Wir fahren nach Berlin.“, denn die Preisverleihung sollte auf der Fahrradmesse „Velo“, am 28.04.2019, stattfinden. Bereits am Samstag, dem 27.04, machten wir uns mit dem Auto auf, in Richtung Hauptstadt. Wir, das waren sechs Schüler der Klassen Acht und Zehn und unser Sport und Geografie Lehrer Marco Puschmann. Im Gepäck hatten wir, sieben Fahrräder und jede Menge gute Laune. In Berlin angekommen, nutzten wir das gute Wetter, um die Stadt „unsicher“ zu machen und einen ersten Eindruck der Fahrradmesse zu erlangen. Am Sonntagmorgen dann, zeigte sich Berlin von seiner regnerischen Seite. Das Wetter war bei weitem nicht so gut wie am Vortag, was uns aber nicht davon abhalten sollte, mit unseren Fahrrädern, zur Messe zu fahren. Dort angekommen wurden wir von dem Organisator empfangen und eingewiesen. Auch ein Mittagessen war für alle Preisträger drin, da Cem Ötzdemir, von den Grünen, die Preisverleihung finanziell unterstützt hatte. Nachdem wir unseren Preis, einen kleinen
Fahrradpokal sowie einen Gutschein für den Einkauf auf der Hompage von „aktionFahrrad“ im Wert von 1000 Euro, auf der Bühne entgegen genommen hatten und für die Kamera posierten, verbrachten wir die restliche Zeit, auf der Messe und testeten verschiedenste Fahrräder aus. Am Nachmittag traten wir den Heimweg an. Es war ein wirklich gelungenes Wochenende und ein toller Erfolg für unsere Schule. Von unserem Preis werden wir weiteres Material für die Fahrradwerkstatt kaufen, viel wichtiger aber ist, dass wir durch unsere Teilnahme an dieser Ausschreibung, etwas an unserer Schulen bewegen konnten und Schüler dazu animiert haben mehr mit dem Fahrrad zu fahren. Dennoch ist die Aktion Fahrrad, am Chemnitzer Schulmodell noch lange nicht abgeschlossen, im Gegenteil, sie fängt gerade erst richtig an! Das Ziel für nächstes Jahr steht schon mal fest: wieder einen Preis mit nach Hause zu nehmen!
Verfasserin: Nina Richter
Lektorinnen: Ronja WIndrich und Lydia Werner
Link: Aktion Fahrrad