Sizilien Blog 2018

Sizilien - Tag - 11

Buon compleanno Holger!
lecker Geburtstagskuchen zum Frühstück, dann noch einmal alle 320 Kisten angefasst, zur Spedition gefahren und dort zu 4 stabilen Paletten aufgebaut. Zimmer ausgeräumt, Sachen gepackt (nein, die Hundewelpen bleiben da!!) und noch einmal die sizilianische Sonne genossen und den Ätna bestaunt, der heute schneeweiß vor dem tiefblauen Himmel strahlt. Alfredo lacht und meint: "Con questi regazzi si puo fare mille battaglie," Dann arrivederci la casa delle acque. Als Bonus fliegt uns Eurowings einmal über alle aktiven Vulkane Europas: Ätna, Stromboli und Vesuv. Aber da wird es schon dunkel ...

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Sizilien - Tag - 10

Happy Birthday Karina!
Nachdem wir Karina zum Geburtstag gratuliert und wir ein vorzügliches Frühstück zu uns genommen haben, begann für uns der letzte Arbeitstag auf Sizilien. Heute hieß es: Orangen für Chemnitz sortieren und in Boxen füllen. Das Sprichwort „Viele Hände, schnelles Ende“ hat sich heute bei uns sehr bestätigt. Wir haben binnen 5 Stunden mehr als 6 Tonnen Orangen sortiert und verpackt. Auch wenn es uns nach dem Mittagessen die Augen zuzog, rafften wir uns nochmal zusammen, sortierten fertig und genossen dann den Nachmittag mit spielen, chillen und einer Army-Challenge zwischen Ben und Alfred. 100 Liegestütze, 50 Sit-ups und 15 Klimmzüge wollten sie zielsicher ausführen. Gegen um 6 gab Karina uns und allen aus dem Haus ihre Geburtstagstorte aus und zur Feier des Tages, gingen die Erwachsenen schön Abendbrot essen und wir Jugendlichen haben hier STURMFREI!!! Wir machen uns jetzt noch einen nicen Abend und dann hören wir uns morgen. Ciao!
PS: Wir hatten heute beim sortieren der Orangen eine lustige Idee:
Wir haben auf 6 oder 7 Orangen, mit Edding, unseren Namen geschrieben und jeder, der so eine Orange in seiner Box findet, sollen ein Beweisfoto machen und mit diesem in unsere Schule kommen. Eine Belohnung wartet auf euch …

  

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Sizilien - Tag 9

Gott sei Dank, dass alles, was wir heute gesehen, schon genugsam beschrieben ist, … Wenn man die Höhe der Felsenwände erstiegen hat, welche unfern des Meeresstrandes in die Höhe steilen, findet man zwei Gipfel durch ein Halbrund verbunden. Was dies auch von Natur für eine Gestalt gehabt haben mag, die Kunst hat nachgeholfen und daraus den amphitheatralischen Halbzirkel für Zuschauer gebildet; Mauern und andere Angebäude von Ziegelsteinen, sich anschliessend, supplierten die nötigen Gänge und Hallen. Am Fuße des stufenartigen Halbzirkels erbaute man die Szene quer vor, verband dadurch die beiden Felsen und vollendete das ungeheuerste Natur- und Kunstwerk.
Setzt man sich nun dahin, wo ehemals die obersten Zuschauer saßen, so muss man gestehen, dass wohl nie ein Publikum im Theater solche Gegenstände vor sich gehabt. Rechts zur Seite auf höheren Felsen erheben sich Kastelle, weiter unten liegt die Stadt, und obschon diese Baulichkeiten aus neueren Zeiten sind, so standen doch vor alters wohl eben dergleichen auf derselben Stelle. Nun sieht man an dem ganzen langen Gebirgsrücken des Ätna hin, links das Meerufer bis nach Catania, ja Syrakus; dann schließt der ungeheure, dampfende Feuerberg das weite, breite Bild, aber nicht schrecklich, denn die mildernde Atmosphäre zeigt ihn entfernter und sanfter, als er ist.
Wendet man sich von diesem Anblick in die an der Rückseite der Zuschauer angebrachten Gänge, so hat man die sämtlichen Felswände links, zwischen denen und dem Meere sich der Weg nach Messina hinschlingt. Felsgruppen und Felsrücken im Meere selbst, die Küste von Kalabrien in der weitesten Ferne, nur mit Aufmerksamkeit von gelind sich erhebenden Wolken zu unterscheiden.
Besser können wir es nun auch nicht ausdrücken. Grazie a Goethe!

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Sizilien - Tag 8

„Genießt das letzte Mal pflücken“.
Unter diesem Motto mussten wir am heutigen Tage nochmal mit Schere und Motivation die Orangen von den Ästen entfernen und viele, viele Kisten befüllen. 200 Stück an der Zahl. Na gut Motivation ist zu viel gesagt denn 3 Tonnen Orangen ist schon eine Hausnummer. Davon ließen wir uns aber nicht zurückschrecken und fuhren erneut zu der Farm von Niravs Bruder. Ben und Alfred hatten dabei wohl die beste Laune. 6 Stunden pflücken führen dann wohl doch zu einer Schreibblockade...

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Sizilien - Tag 7

Planänderungen

Der Tag begann mit Sonnenschein
statt Freizeit im Orangenhain
Dort mühten wir uns mit krummen Rücken
Orangen ach so schön zu pflücken

110 Kisten a 20 Kilogramm
Im Gesicht recht viele Schramm
Doch wohlschmeckendes Mittagessen
ließ uns die Qual vergessen

Anstelle pretty durch die City trippen
Ne halbe Stunde Kuhmist schippen
Die halbe Stunde war so lang
von 3 bis Sonnenuntergang

Nachdem die Düngung ausgebracht
haben wir uns aufgemacht
um uns den Abend zu versüßen
Mit Ofenwärme und Gemüsen

 - Poesia di Casa delle Acque-

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Sizilien -Tag 6

Logisch ist, dass man nach drei Arbeitstagen auch mal ein bisschen Vergnügen braucht. Deshalb wurde beim Frühstück vorgeschlagen, sich nach Catania zu begeben. Schon kurze Zeit später kuschelten wir auf dem Weg in die Stadt auf des Autos Rückbank. Alle jubelten nun über drei Stunden Freizeit. So tollten alle ausgelassen über den wöchentlichen Fischmarkt. So standen wir nun zwischen lauthals schreienden Händlern, den Unmengen an Meeresbewohnern und ließen das geruchsintensive Tummeln auf uns einwirken. Die Gruppe zerstreute sich. Einige klapperten erfolgreich alle Souvenirshops der Stadt ab, andere genossen einen italienischen Kaffee in der italienischen Sonne, wieder andere besichtigten die historischen Bauwerke der Stadt. Ein leckeres Mittagessen gönnten wir uns alle hart. Danach machten wir uns auf den Weg zu Nirav, da immer noch ein Berg Arbeit auf uns wartete. Ein Teil der Gruppe riss den Zaun hinter dem schäbigen Waschcontainer ab. Anschließend wurde ein Feuer entfacht. Die fleißigen Waschfrauen wuschen Wäsche und freuten sich daraufhin, dass diese durch das Feuer geräuchert wurde. Die Mädels schichteten abgeschnittene Zweige im Garten zu einem großen Scheiterhaufen für die nächste Hexenverbrennung. Die Jungs vollendeten die Arbeit auf dem Kichererbsenfeld (lachend). Zum Abendessen gab es: Lecker lecker Meerestiere und danach noch viele Biere – aber nicht für uns, denn wir sind noch klein. Gute Nacht.

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Fischmarkt in Catania

Sizilien - Tag 5

Wie immer begann der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Alle saßen gemütlich am Tisch, außer 3 Jungs (die wir jetzt nicht nennen wollen…) die am gestrigen Abend wieder zu sehr über die Stränge geschlagen haben ;). Für die heutige Arbeit wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erntete Grapefruits, in einem sehr schönen, wohlriechenden und farbintensiven Hain, bei Niravs Geschwistern. Gruppe zwei spielte Mogli in einem Avocadodschungel. Avocados wachsen nämlich in sehr hohen, knorrigen Bäumen. Außerdem waren auch noch ein paar Kisten mit Zitronen zu füllen. Gruppe drei bereitete lachend das Kichererbsenfeld vor. Es waren: Bewässerungsschläuche zu verlegen, Furchen zu hacken, Kichererbsen zu säen und das Ganze wieder zu zuschütten. Nun genossen wir lachend das Mittagessen, bestehend aus Kichererbsen und Nudeln. Zur Nachmittagsgestaltung halfen wir Nirav, Bestellungen fertig zu machen. Also Kisten mit den verschiedensten Agrargütern zu befüllen. Auserwählte Arbeiter ackerten bis in die Dämmerung wie die Sklaven auf dem Felde. Währenddessen feuerte Andreas den Pizzaofen an. Nun konnten Schüler ihre EIGENE Pizza belegen. Infolgedessen kamen interessante Kreationen zustande, wie Beispielsweise die Pizza Surreale von Leander, über welche sich der Woofer Alfredo köstlich amüsierte. Zu Andreas‘ großer Trauer wurde der „köstliche“ Brokkoli von einigen Chemnitzer Mäkelkindern verschmäht. In den letzten Abendstunden spielten wir Karten, musizierten ausgelassen und wuschen ab.

Sizilien - Tag 4

Der heutige Tag war wortwörtlich „scheiße“, zumindest teilweise, da wir den heutigen Vormittag damit verbrachten, Kuhscheiße an die Orangen und Olivenbäume zu tragen. Nach einem guten Frühstück ging es auch schon los. Zuerst versuchte Nirav den Bagger in Gang zu setzen. Als dies geschafft war, transportierte der Bagger die erste Ladung Mist zu den Orangenbäumen, wo wir schon warteten. Eimer für Eimer und Kiste für Kiste trugen und schleppten wir den Mist zu den einzelnen Bäumen. Baum um Baum, Reihe um Reihe… Nach aber vielen Scheiße-Wortspielen und schweißtreibender Arbeit begrüßten uns die Hundewelpen auf dem Hof. In der warmen Mittagsonne

aßen wir genüsslich unsere Gnocchis im Schatten. Nach tagelangem Drängeln von Joel, fuhren ein paar von uns zum Einkaufen. Als alle Süßigkeitenbedürfnisse gedeckt waren, sortierten wir die Orangen nach „attractiv“und „unattractiv“, um schon mal einen Teil der Bestellung ab zu arbeiten. Anstatt Kartoffeln oder Nudeln, gab es heute mal Kürbis zum Abendbrot… Jetzt,wo alles abgewaschen ist, werden noch ein paar Flachwitze zum Besten gegeben und der Blog wird geschrieben… Also, was sitzt im Baum und macht „aha“? Ein Uhu mit Sprachfehler ;)

CIAO!

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Sizilien - Tag 3 - Sommer und Winter

Wer kann von sich behaupten, zwei Jahreszeiten an einem Tag erlebt zu haben? WIR!
Unser Morgen startete mit einem Wasserausfall im ganzen Haus. Wir konnten weder duschen, noch ernstzunehmend das Klo benutzen.
Nach einem leckeren Frühstück war keiner direkt motiviert heute zu arbeiten, da gestern die Ansage lautete, dass wir heute auf eine Orangenplantage düngen werden. Doch zur großen, positiven Überraschung von uns allen durften wir heute Orangen pflücken. Mit dem Etna im Hintergrund und der warmen Sonne im Nacken, pflückten wir die schönsten Orangen. In uns allen kam Sommerfeeling auf, da wir um die 20°C hatten.
Wieder zurück auf dem Hof genossen wir das Mittagessen in der warmen Mittagssonne.
Dank des schönen Wetters kam Nirav auf die Idee, dass wir doch auf den Etna fahren und uns dort den Sonnenuntergang ansehen könnten. Nachdem wir uns am Fuß des Vulkans ein wenig verfahren und uns eine Schafherde kurzzeitig den Weg versperrt hatte, standen wir auf dem Etna und sahen Catania von oben. Ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch und Schnee, in dem manche von uns hüfthoch versanken, waren die Kulisse unseres heutigen Abends.
Jetzt, nach dem Abendessen, verbringen wir den Abend mit Kartenspielen, Blog schreiben und musizieren. Ciao Amigos (Sorry, keinen coolen Abschluss gefunden ;-) )

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Sizilien - Tag 2

Ausgeschlafen starteten wir um 8 Uhr morgens in den Tag. Die Kochgruppe bereitete das Frühstück vor und der Rest versuchte in den Duschen irgendwie an warmes Wasser zu gelangen. Wir tafelten bis etwa halb 10, danach beschlossen wir spontan nach Syrakus zu fahren. So besichtigten wir ca. 2 Stunden die Stadt in der schon Archimedes nackt durch die Gassen gewankt war. Leider hatte das Mathematik-Museum geschlossen (Grüße gehen raus an Thomas ;-)). In kleinen Gruppen gingen wir Eis und Pizza essen, das Strand - feeling genießen und die antiken Ruinen besichtigen. Ein überraschtes Treffen mit unserer Grundschullehrerin Silke führte zu sehr großer Freude innerhalb unseres Grüppchens. Nach stundenlanger Autofahrt und diversen Foto – Stops erreichten wir Pantalica, ein verkarstetes Hochtal mit beeindruckender Natur und antiken Felsengräbern. Dort spazierten wir eine Weile herum und genossen den Sonnenuntergang. Auf der Rückfahrt hatten wir viel Spaß, hörten laut Musik und diskutierten über das Leben und die Welt. Zurück bei Nirav, wurde Abendessen bereitet, und die Welpen gekuschelt.

Ach so, aber das Tiramisu muss ja auch noch weg, Tschüss...

 

 

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