Sizilien Blog 2016

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Sizilien-Blogbucheintrag 10

Arrivederci Sicilia!!!

Zum Abschied kommen wir dem Ätna noch einmal ganz nah.

Nach einem Tag Schreibpause melden wir uns am letzten Tag zurück.
Der Tag begann mit einem zauberhaften Frühstück der traumhaften Orangensaft-Prinzessinnen. Danach machten wir uns mit betrübter Miene daran, unsere letzten Sachen in die Koffer zu stopfen. Dann war putzen angesagt. Geputzt wurden samtliche Räume und ein bisschen widerwillig auch die Toiletten (trotzdem hätten wir auch gern ewig weiter geputzt, nur um noch mehr Zeit in Sizilien verbringen zu können). Leider wirkte unser Ätna-brich-Tanz auch nicht, allerdings hatten wir wunderschönes Wetter, weshalb wir uns noch weniger auf das kalte, nasse Deutschland freuten. Außerdem erschwerten uns Niravs super herzliche Umarmungen,  das "Auf-Wiedersehen-Winken" von Sarah,  die großen Augen der Baby-Hunde (Puppies) und die Küsschen von Fabio die Abreise nur noch mehr.
Doch es half nichts und wir machten uns auf in Richtung Flughafen. Jetzt können wir nur noch sagen, dass
- es ein holpriger Flug war,
- das Flugzeug nicht abstürzte,
- wir das "Winterwetter" in Deutschland echt beschissen finden,
- man sich die Wartezeit auf dem Berliner Hauptbahnhof trotz zweistündiger Zugverspätung (Danke Deutsche Bahn, wir lieben dich!) mit "Ninja" spielen gut vertreiben kann und wir hoffentlich heute oder wenigstens morgen noch in Chemnitz ankommen, man weiß ja nie... (Nochmal ein herzliches Dankeschön an die DB)

Leider haben wir festgestellt, dass wir Sizilien, das schöne Wetter, die Orangen, Nirav und die Puppies jetzt schon vermissen. Allerdings gibt es auch einige Sachen, auf die wir uns in Deutschland freuen, wie zum Beispiel, das Ausschlafen an Wochenenden, funktionierende Toilettenspülungen und warme Wasser, auch wenn vorher schon zwei Leute duschen waren.
So ein noch ein herzliches "Ciao!" von allen Mitreisenden, das war's vom Sizilienblog 2016!

Sizilien-Blogbucheintrag 9

Kurzblog: Winterliche Impressionen aus Sizilien

Unsere sortierten Kisten müssen zur Spedition gefahren und dort auf Paletten verpackt werden.

Einige kümmern sich inzwischen um die Zwiebeln.

Mittagessen in Freien.

Sizilien - Blogbucheintrag 8

Wind im Gesicht, Orangen in der Hand, Pizza im Bauch!

Heute waren wir wieder hoch motiviert Orangen zu pflücken, aber wegen des schlechten Wetters fiel die Aktion buchstäblich ins Wasser ("Wortwitz: Kann ick", Badum tss). Aus diesem Grund sortierten alle ALLE Orangen bis sie alle waren. Unsere große Motivation blieb. Nach 3 Stunden Kraftklub, Annenmaykantereit, Janis Joplin, Mighty Oaks und nicht zur allgemeinen Freude KIZ und einer leeren Bose Sound Box (Ja, wir bekommen dafür Geld ;)) hatten wir es endlich geschafft. Nach einem delikaten Mittagessen (Zitat:"Pfeffer schadet nie, ich kipp noch etwas rein") von den Mädels, gab es ein Mittagsschlaf-päuschen.
Während die einen schnarchend schliefen, räumten andere die Hälfte der gut verpackten Orangenkisten wieder aus, um geheime Dinge darin zu verstecken. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir mit noch mehr schlafen, essen, Hundebabys aus dem Kompost rauszerren und guten Gesprächen. Nach einem wundervollen Sonnenuntergang begannen wir die Pizza vorzubereiten. Am Schluss entstanden mehr oder weniger gelungene Pizzen,  mit mehr oder weniger gesundem Spinat. Danach gab es köstliches Dolce (Google ist dein Freund). Nun lassen wir den Abend mit nochmehr rumgammeln ausklingen (wie Helenes Sojaschokomilch). In diesem Sinne: Bouna notte und bis morgen, ihr Schnuggies.
Die Mädels ♡
P.S. Liebe Gill, wir hoffen auf baldiges Wiedersehen sollte der Ätna doch noch ausbrechen (hoffentlich wirkt unser Ätna-brich-Tanz, wir wollen hier noch nicht weg). Danke für die schöne Zeit!

Sizilien - Blogbucheintrag 7

Orangen so weit das Auge reicht...

Der Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein - das richtige Wetter für die goße Orangenernte. Nach dem Frühstück warteten wir vergebens auf Nirav,  doch dieser ist krank und konnte uns nicht in die Arbeit einweisen. So beschlossen wir mit der Orangenernte auf Phillipos Farm alle gemeinsam zu beginnen. Unendlich viele leere Kisten warteten darauf von uns gefüllt zu werden. Nachdem die ersten 60 Kisten voll verladen wurden, fuhren vier von uns zum Sortieren mit zurück. Nach insgesamt sieben Stunden Ernte und 3,5 Stunden sortieren, saßen wir heute bereits unüblicherweise halb sieben völlig k.o. am Abendbrottisch. Es gab mal kein Gemüseexperiment zum Abendbrot, sondern einfach nur Spaghetti mit Tomatensauce und alle waren zufrieden... Einige von uns sind schon zu Bett gegangen und andere spielen "Nacht in Palermo". Mehr gibt es heute von uns nicht zu lesen, da uns die Finger vom Ernten (insgesamt knapp 200 Kisten), die Arme vom Schleppen und die Beine vom Sortieren schmerzen.
Gute Nacht und bis morgen.
Die Mädels ♡

Sizilien - Blogbucheintrag 6

Die Kacke ist am Dampfen!

Nachdem einer der Traumprinzen um 6:30 Uhr seinen natürlichen Trieben nachgehen wollte, wurde er von einer Horde duschender Mädchen (2 Mädchen, er war wirklich noch zu müde um ordentlich nachzuzählen) überrascht und kehrte schon nach wenigen Sekunden wieder zurück in sein Schloss (3x5 Meter Zimmer). Nachdem das Frühstück eingenommen wurde und alle Füße verarztet waren, ging es nach Vendicari, den Nationalpark. Dort genossen wir einen schönen Strandspaziergang. Dabei konnten wir nicht nur eine tolle Landschaft, sondern auch Flamingos und einen (etwas zerfallenen) alten Marktplatz mit Hafen betrachten. Es entstanden die wunderschönsten Bilder (und Grimassen, mit denen wir Mr. Bean Konkurrenz machten, Haha Teddy). Nach einer kurzen Autofahrt landeten wir im wunderschönen Noto. Die verlassen wirkende Stadt mit den bezaubernden Sandsteinpalästen und den wenig geöffneten Cafés verließen wir nach einem raschen Mittags"mahl" wieder.
Einmal im Sightseeing-Fieber ging es auf nach Syrakus, vor dreitausend Jahren die Metropole der antiken Welt, heute nur "noch" eine größere Stadt mit kleinen verwinkelten Gassen und kreativ gestalteten Balkons (es wuchs sogar Fenchel in einem Blumentopf). Es gab köstliches Eis auf dem großen Piazza Duomo und manch einer sprang, hopste und tanzte voller Übermut oder Hyperaktivität vom langen Sitzen herum und verwirrte die italienischen Anwesenden völlig.
Zurück in Casa delle Acque mussten glückliche Auserwählte das Klopapier, was sich in den Eimern sammelte, vebrennen. Diese Aktion sorgte für allgemeine Begeisterung und Appetit beim Abendessen.
Nun lassen wir den Abend, sofern nicht schon die Hälfte schläft, kartenspielend ausklingen.
Buona notte und bis morgen.
Die Mädels ♡ ( mit großer Hilfe von unseren traumhaften Traumprinzen )

Sizilien - Blogbucheintrag 5

Was ist der Unterschied zwischen weißen Pferden und Hundebabys?!

So starteten wir sehr motiviert in den Tag: Einige von uns durften früh um sieben, im Schlafanzug kleine Hundebabys (die es "irgendwie" in unser Zimmer geschafft hatten) einfangen und wieder in ihren Hundestall bringen. Wer jetzt denkt, dass es einfach ist, kleine, hyperaktive Hundewelpen im Halbschlaf zurück in die Gesellschaft ihrer genauso kampelbedürftigen und abenteuerlustigen Geschwistern zu geben, der irrt sich aber gewaltig. Auch wenn es den Jungs noch ein bisschen an charmanten Aufweckmethoden mangelt, müssen wir zugeben, dass sie dafür wahnsinnig gut imFrühstück machen sind (auch wenn 1!!!!!! Teller fehlte). Gut gestärkt und dank des super schönen Wetters beschlossen wir heute zum Ätna zu fahren. Auf halber Vulkanberghöhe entdeckten wir ein Haus, das einen früheren Ausbruch des Ätnas nicht sonderlich gut überstanden hatte (aber immerhin stand die Fassade noch). Ein Stück weiter oben erklommen wir einen Nebenkrater. Klingt relativ entspannt - ist es auch,  wenn man den starken Wind und den steilen Anstieg ignoriert. Allerdings beeindruckte uns die Landschaft, der Ausblick und die Tatsache, dass Janusz auf einmal zwei Meter fliegen konnte (keine Sorge, dabei kam niemand zu Schaden) so sehr, dass wir mit der Anstrengung des Bergsteigens leben konnten. Anschließend fuhren wir in eine super schöne, sizilianische Stadt: Taormina. Dort gönnte sich die Hälfte der Gruppe eine Pizza. Grund dafür war auch das "free WiFi" der Pizzeria. Gut gesättigt besuchten wir ein altes Amphitheater, welches zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Siziliens gehört. Danach erfüllte sich endlich ein lang ersehnter Wunsch. Wir fuhren ans Meer und genossen die Sonne. Auch dieses Jahr trauten sich mutige, nach gekonnten Umkleidekünsten, ins Wasser. Allerdings kam es zu einer bösen Überraschung für unsere fünf Meerjung"frauen": Denn spitze Steine bohrten sich in ihre mehr oder weniger zarten Füßen und das Blut färbte den Steinstrand rot. Okay, also ganz so dramatisch war es dann auch wieder nicht. Denn dank Karens Notfallsset und Andreas Verbandskünsten überlebten alle den Badespaß. Zum Abendessen gab es leckeres Brot mit Avocadocreme. Uns geht es super hier. Gute Nacht und bis bald.
Zitat des Tages unseres jüngsten Mitreisenden: "Große Schwestern nerven nicht - wenn man sie nicht hat!."
Die Mädels♡
P.S. Alle sind tot. Hier wimmelt es nur noch von Geistern. Einzige Überlebende: Lene und Melina.

Sizilien - Blogbucheintrag 4

Ist es Schweiß oder Regen? 2.0

Zu unserer Veteidigung, durch das fehlende Internet konnten wir uns keine weißen Pferde mieten. Doch die Überraschungen naht ...
Wie jeden Morgen konnte der wunderbare Hahn seinen Schnabel nicht halten und holte uns aus den Federn (haha sogar noch flacher als der Witz von den Mädchen). Raus aus der Tür und den tristen, grauen Himmel genießen während kalte Regentropfen  unsere mit Aloe Vera verwöhnte Haut befeuchteten. Durch den Regen verzögerte sich unsere Arbeit auf um 10. Ausnahmsweise hatten die Mädchen natürlich wieder die leichtere Arbeit zu verrichten. Unter einem Dach mit Musik musterten sie die Orangen und verpackten sie. Sehr anstrengend... Die Jungs durften hingegen auf das Feld gehen und bei Regen Wurzeln aus der Erde schlagen. Bei so viel Motivation war es unausweichlich, dass wir eine Spitzhacke zerstört hatten. R.I.P. Spitzhacke :( Durch das italienische Arbeitsschutzgesetz wurde die "leichte" Arbeit auf dem Feld durch zunehmenden Regen und die anbahnende Siesta niedergelegt. Völlig Schweiß/Regen überströmt, retteteten wir uns unter die kalte Dusche. Die Mädchen, völlig emtspannt, warteten auf uns in der warmen Stube. Zur Belohnung durften wir noch Salate machen. Währenddessen hat Nirav, der Chef des Hauses, Pasta herbeigezaubert. 16:00 Uhr ging es dann endlich zum Shoppen, der einzige Grund warum wir nach Sizilien geflogen sind. Nachdem wir das Modebewusstsein der Sizilianer betrachtet und das köstliche italienische Eis getestet hatten, schlugen wir richtig auf die Kacke und kauften T-Shirts fűr 6€. Modebewusst ausgerüstet ging es mit guter Laune zurück zur Farm. Der köstliche Antirassismuss -Schokoladenkuchen empfing uns mit Todesangst. Nachdem wir das mörderische Mörderspiel begannen, ertönten aller 5 Minuten Todesschreie. Nirav holten uns dann wieder in die Realität zurück. Aktuelle News des Spiels erhaltet ihr immer hier.
P.S: Immer wenn die Jungs schreiben, regnet es. Was für ein böses Omen...

Sizilien - Blogbucheintrag 3

Vom ersten Mal...
Nachdem uns der väterliche Brotbringer Andreas das Frühstück gerettet hatte, ging es zur Arbeitsaufteilung. Heute waren alle Opfer. Mehr oder weniger freiwillig durften einige von uns das Gefühl von Aloe Vera, vermischt mit Dreck und Schweiß auf der Haut verspüren. Die heiße Morgensonne brannte auf unsere von Deutschland verweißten Haut, während wir Schwerstarbeit leisteten.
Zum Mittag gab es wunderbare, mit Liebe zubereitete Gnocchis, welche leider die Konsistenz von Kartoffelbrei hatten.  Wegen des warmes Wetters konnten wir unser Mittagessen unter freiem Himmel genießen.
Um das Geheimnis unseres mysteriösen,  ersten Males zu lüften, hier jetzt ein paar Hinweise: Es war anstrengend,  schweißtreibend und eine ganz neue Erfahrung für uns, zu dem war Fingerspitzengefühl, Präzision und Ausdauer gefragt.
...natürlich reden wir von unserem ersten Mal Orangen ernten.
Erschöpft und glücklich konnten wir gegen 9 auch endlich unsere wohlverdienten Pizzen genießen.
Vor dem Einschlafen noch ein letztes Zitat unseres jüngsten Mitreisenden: "Wenn du mich anpullerst Hund, dann puller ich zurück!"
Also liebste Grüße und guten Nacht,
die Mädels ♡
P.S. Unsere angeblich traumhaften Traumprinzen (8=3) kamen nicht auf weißen Pferden angeritten, wie normalerweise üblich, sondern mit verquollenen Augen in die Küche geschlurft. Morgen geben wir ihnen noch eine letzte Chance.

Sizilien - Blogbucheintrag 2

Ist es Schweiß oder doch Regen?

Früh 7 Uhr 37 klingelte der Wecker, doch er war zu leise, um uns auf zu wecken. Zum Glück gibt es hier noch richtige Hühner, welche früh von 5-9 Uhr die Klappe nicht halten können.  Nach unserem "vorzüglichen" Frühstück wurden wir in Arbeitsgruppen eingeteilt. Die Glückspilze, die Steinhacker und die Opfer. Die Glückspilze durften wertvolle Olivenästchen einsammeln, die Steinhacker mussten, wie man es erahnen kann, Steine aus dem Boden hacken und eine Mauer bauen. Die Opfer mussten unter schwerster körperlicher Anstrengung Unkraut eliminieren. Nachdem die mehr oder weniger harte Arbeit erledigt wurde, gab es köstliche italienische  Nudeln mit sehr geschmackvollem Mangold. 16 Uhr stiegen wir in unsere stark motorisierten und luxuriös ausgestatteten Fiats. ;) Dann rasten wir über die gut gepflegten Schlaglöcher der sizilianischen Straßen nach Catania. In Catania angekommen, wetteten wir mit dem Wettmeister Andreas und verdienten uns ein Eis! Nachdem die Jugend die Stadt erkundet hatten, warteten wir auf den Ü40-Verband unserer Reisegruppe. Während der Wartezeit wurden uns zahlreiche spekatuläre Spielzeuge angeboten, aber wir mussten das verlockende Angebot leider ausschlagen...Fertig werden. Eure traumhaften Traumprinzen 8=3

 

Sizilien - Blogbucheintrag 1

Von Flugzeugen die ohne uns, aber mit unserem Gepäck niemals abfliegen würden, der Provinz Italiens und Fenchel.

 

Nachdem wir 4:25 Uhr endlich im Zug saßen, packten einige schon ihr zweites Frühstück aus, während andere ihren versäumten Schlaf nachholten. Um Helene und Steffi zu schützen, nennen wir keine Namen.
Der große Latte Macchiato tat fast allen gut, allerdings mussten einige von uns feststellen, dass die Toiletten erst ab 6:00 Uhr auf den Bahnhöfen öffnen. Nach einigen ungeplanten Wegverlängerungen erreichten wir schließlich den Berliner Flughafen Tegel. Nachdem sämtliche Pillen, Tabletten, Kaugummis und andere jetzt hier am besten nicht genannte "Medikamente" eingenommen waren, sind jegliche Flugängste verflogen (Haha Wortwitz! Badumtsss).
Angekommen in Catania und nach "kurzem" Warten auf die Autos, brausten wir mit Musik von Justin Bieber "Sorry" (hier Mädchengekreisch einfügen) gen Casa delle Acque. Dort angekommen, wurden wir von Nirav, Yogi, dem Geburtstagskind, und einer Horde süßer kleiner Hundebabys empfangen. Nach längerer Erkundung des sonnig warmen Geländes machten wir uns daran Abendbrot zu zaubern. Avocadoknoblauchantivampircreme, frischgepressten Orangensaft, köstliches Brot, Reismatsche und der unter "Freuden"-tränen überhaupt nicht reingezwungene Fenchelsalat (an dieser Stelle beglückwünschen wir Svenjas Mama, dass ihre Tochter etwas unglaublich Gesundes gegessen hat und ermutigen sie, die Hoffnung an die gemüsereiche Ernährung ihrer Tochter nicht aufzugeben) schmeckten vorzüglich.
In diesem Sinne eine erholsame Nacht, Fencheltee hilft beim Einschafen.
Bis morgen, Buona notte,
Die Mädels ♡