Sizilien Blog 2013

Sizilien Tag 10 - HARRY POTTER UND DIE HALBBLUTORANGEN

Zum Valendonnerstag zeigt sich die Sonne in voller Pracht. Sie scheint und wir haben freie Sicht auf den Etna. Weißer Rauch. Papst? Heute pflückten wir die Orangen für Chemnitz, für euch. Es sei Verlass darauf, dass jede einzelne Halbblutorange mit Liebe und Sorgfalt ausgewählt und verpackt wurde. Über den Tag verteilt wurde uns bewusst, wie viele Orangen wir überhaupt bestellt haben. Übermut tut ja bekanntlich selten gut. Nach stundenlanger Arbeit sahen wir auch dementsprechend aus, doch Thomas Wille war stärker als die Schlammkruste auf unserer Kleidung. Also fuhren wir zu seinem Wunschort, einer 6eckigen Piazza. Dort verhielten wir uns besonders unauffällig, wir spielten ‚Ninja‘. Danach ging es weiter zum Strand. Bei völliger Windstille sammelten wir Muscheln und genossen das Meeresrauschen. Schnell machten wir uns wieder auf, denn die Orangenarbeit war noch nicht beendet. Bis um 20 Uhr sortierten wir Orangen aus. FÜR EUCH! Es gab lecker Pasta zum Abendessen und wir ließen den Arbeitstag ruhig ausklingen.




Sizilien - Tag 9 Schnee shoppen

Ab heute begann die Fastenzeit, was für alle Mädchen 6 Wochen kein Fleisch bedeutet und Carl und Sophie, langjährige Vegetarier, sehr erfreut. Der Vormittag beginnt für alle Bellas mit harter Männerarbeit. Mit Nirav und Yoghi fällten wir alte Orangenbäume. Das war ziemlich anstrengend, -hier beliebige Anstrengung ausdrückende Interjektion einfügen- (Bsp.: „Uff!“, „Puh!“, etc.). Währenddessen vergnügten sich René, Carl und Lutz-Kai-Walther-W. auf dem Etna. Die Jungs wanderten in 2000m Höhe durch die verkraterte Landschaft. Nach dem Mittagessen war Schichtwechsel. Die Jungs bauten mal wieder eine Steinmauer… Papst. Ihr seht, wir sind politisch nicht völlig abgeschnitten. Die Mädchen gingen ihrem evolutionsbedingten Drang nach Schönheit nach und verbrachten ihren Nachmittag im ‚Etnapolis‘, einem Einkaufscenter. Später waren wir alle zu Besuch in Andreas‘ Unterkunft. Mit den Woofern spielten wir Gitarre und aßen leckere vegane Cookies. Das war sehr schön und glücklich endet dieser Tag mit dem etwas anderen Blogeintrag und Kuchen backen mit Roberta. Buona Notte!
Tag-9 Fast 2 000 m über dem Meeresspiegel.

Tag-9-2 Die Wolkendecke riss kurz auf und so wurde das Meer sichtbar.
Bilder vom Shoppen wegen textiler Rechte nicht eingestellt. ;-)

Tag-9-3 Kuchenbacken mit Roberta - dritte von links.



Sizilien - Tag 8 Gut gebrüllt Löwe

Nachdem wir gestern Abend für Becci noch einen Geburtstagskuchen gebacken haben, sangen wir heute früh ein selbstgeschriebenes Geburtstagslied für sie.
Kurz nach dem Frühstück fuhren wir nach Messina. Pünktlich um 12 Uhr kamen wir am Domplatz an, wo auch gleich ein güldener Löwe brüllte. Dieser war Teil eines riesigen Glockenspiels des Glockenturms. Nach einem etwa 15 minütigen Glockenspiel, welches mit Schuberts „Ave Maria“ endete, schauten wir uns noch den „niemals endenden Kalender“ an.
Danach konnten wir ein bisschen in der Stadt herum bummeln.
Nachdem wir gesättigt in die Autos gestiegen waren, fuhren wir ein paar Minuten weiter zur Meerenge von Messina. Für alle, die nicht wissen, um was es sich hier handelt: Hier fuhr Odysseus auf seiner 10 jährigen Irrfahrt nach dem trojanischem Krieg lang. Als er hier ankam, erwartete ihn auf der einen Seite ein enormer Strudel: Karyptis und auf der anderen Skylla, ein riesiges Meerungeheuer. Diese trickste er jedoch beide aus und sie verschwanden wahrscheinlich, denn heute kann man sie nicht mehr sehen. Das einzige, was man sehen kann, ist der kurze Weg zum Festland, ca. 3 km. Auf dem Weg nach Hause machten wir Halt in Taormina- eine schöne kleine Stadt, welche bis jetzt die einzige Shoppingmöglichkeit bot. Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter, da zu Hause schon das Pizzabacken auf uns wartete. Wir versammelten uns rund um den Steinofen, um superleckere Pizzas (natürlich alle vegetarisch) zu kreieren und zu backen.



Der Löwe brüllt sogar drei mal.
Tag-8 Der Engel links zeigt auf das Datum.

Tag-8-2 Noch zwei Sekunden, dann ... Maul auf und Ohren zu

Tag-8-3 Wind, Sand und ......... Muscheln

Tag-8-4 Ob sich aus der Betrachtung des Schildes eine neue Wochenaufgabe machen lässt?

Tag-8-5 Das sind rund 10 Prozent der Zutaten für die leckeren Pizzas.

Sizilien - Tag 7 Arbeit und Essen

Als wir am Morgen endlich alle in der Küche waren und Yoghi kam, sangen wir ihm ein Geburtstagslied. Anschließend konnten wir endlich den Geburtstagskuchen kosten. Fazit: SELBER MACHEN!!! Nach einem sehr entspannten Frühstück, ging der typische Arbeitstag los. Wir haben uns erst einmal in Gruppen aufgeteilt. Im Groben ging es darum restliche Orangen zu pflücken, abzuwägen und zu verpacken. Um unser Ziel zu erreichen fuhr Gruppe 1 los um Orangen zu pflücken und Gruppe 2 hat angefangen abzuwägen. Als Gruppe 1 wieder da war, wurden die Orangen dann in Holzkisten sortiert und verpackt. Die Aloe Vera Pflanzen, welche wir ein paar Tage zuvor gepflanzt hatten, haben wir noch ordentlich eingesteint, dass man die Pflanzen sieht und nicht überfährt. Danach gab es Mittagessen, Pasta, was denn sonst? Anschließend ging die Arbeit weiter. Wir haben weiter gepflückt, verstaut und Unkraut gejätet. Jetzt sitzen wir hier und schreiben diesen Blog. A domani, ciao!

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Sizilien - Tag 6 Steinchen an Steinchen

Mosaiken und Kuchen

Pünktlich um 8:00 Uhr wurden wir von einem herrlichen Eierkuchenduft geweckt. Als wir in die Küche kamen, stand natürlich niemand anderes am Herd als Carl. Dieses leckere Sonntagsfrühstück wurde von uns mit großer Freude entgegengenommen. Satt und gut gelaunt machten wir uns auf den Weg zum Weltkulturerbe Villa Romano Del Casale. Dem Schlamm sei Dank, denn er war es, der die Mosaik-Villa vor Ausbeutung schützte. Somit konnten wir das gut erhaltene Bauwerk in all seiner Pracht bestaunen und verbrachten den ersten Teil des Tages umringt von vielen Mosaiken und Säulen. Pünktlich zum Ende unseres Rundganges begann ein eisiger Wind zu wehen. Doch wir fanden Zuflucht in einem kleinen Café. Die eigentlich sehenswerte Rückfahrt verschliefen alle, bis auf Saskia und die Fahrer. Wieder zurück verbrachten wir den Rest des Tages damit, unsere eingefrorenen Glieder bei einem Tee wieder aufzutauen und uns literarisch fortzubilden. Wirklich arbeiten mussten wir nicht mehr, denn es ist schließlich auch Sonntag. Nun dringt wieder einmal ein wohlduftender Geruch in unsere Nasen, denn in der Küche sind alle damit beschäftigt einen Geburtstagskuchen für Yoghi zu backen. Als er daneben steht, sagen wir, dass wir uns Beautymasken machen. Während der Kuchen im Ofen bäckt, spielen wir Schummel-Mäx. Wir hoffen, dass der Kuchen schmeckt. Damit ihr euch selbst überzeugen könnt, hier das Rezept:
Mandel-Schokoladen Kuchen mit Marsala
Zutaten: 300g blanchierte Mandelkerne 200g dunkle Schokolade in kleine Stücke gehackt 100g dunkles Kakaopulver 250g Butter 250g feiner Zucker 5 Eier leicht verquirlt 3 EL trockner Marsala Puderzucker zum bestäuben
Anwendung: 1. Backofen auf 160°C vorheizen 2. Mandeln, Schoki und Kakaopulver mixen und zerkleinern 3. Butter und Zucker aufschlagen 4. Eier einzeln hinzufügen (zu Butter und Zucker) 5. Alles vermischen 6. Marsala hinzufügen 7. Ab in die Kuchenform und für 45 Minuten in den Ofen 8. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und schmecken lassen

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Sizilien - Tag 5 erste Ernte

Der frühe Vogel kann uns mal! Nachdem 8.20 Uhr alle in der Küche eingetrudelt sind haben wir ein wunderbares Frühstück genossen. Halb 10 ging es dann los zum ersten Orangenernten. Wir fuhren auf die Farm von Philippo, einem Freund von Nirav. Nach 1,5 Stunden leichter Arbeit wurden wir über sein Grundstück geführt. Anschließend ging es mit nur 2 Autos (2-Sitzer und 9-Sitzer für 17 Personen!) zurück zur Casa delle Acque. Doch bevor wir uns stärken konnten, sortierten wir die von uns gepflückten Orangen in Kisten ein. Nach dem Essen halfen wir Roberta Lavendelsäckchen für den Marktverkauf fertig zu machen. Außerdem vollendeten wir die Arbeit im Garten und pflanzten die letzten Aloe Vera Pflanzen in unsere selbst umgegrabene Fläche. Auch heute wurden wieder ein paar Orden verliehen, Luisa und Lisa bekamen den heiß begehrten‚ Steine-um-Aloe-Vera-Pflanzen-legen-Orden‘. Gegen 18.00 Uhr beschlossen wir die Straßen Paternos unsicher zu machen. Da wir mit die einzigen Mädchen auf den männerlastigen Straßen waren, fielen wir sehr auf. Danach fuhren wir wieder in unser Lager zurück und starteten unsere „Mexiko-Night“. Becci, eine Wooferin aus Amerika, bereitete Tapas, Guacamole und co.

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Sizilien - Tag 4: Aloe Vera

Am heutigen Tag rollten wir uns wie die letzten Tage auch schon, gegen 8 aus unseren Betten. Nach dem wir gefrühstückt hatten, versprach der Tag schweißtreibend zu werden. Schon die letzten Tage hatten wir auf dem Grasteil nahe der Straße angefangen das Gestrüpp zu entfernen um dem wundheilenden Aloe Vera Platz zu machen. Dabei legten heute alle Hand an und steckten ihr ganzen Herzblut hinein. Nach dem wir uns beim Mittagessen gestärkt hatten, vollendeten wir unser „Werk“. Den Weg säumen jetzt wunderschöne Aloe Vera Pflanzen und zwei Capoca Bäume. Diese haben wir noch mit ausgegraben Steinen umrandet. Am Ende des Tages hatten alle ein riesiges Lächeln im Gesicht und die „Brüste“ waren von so viel Stolz geschwollen.

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Sizilien - Tag 3: Ausgehebelt

Ausgehebelt Syrakus Siracusa

Der heutige Tag startete mit einem wunderbaren Sonnenaufgang und einem waschechten Hahnenschrei, der damit die Schönheit des Momentes zwar ein wenig brach, aber gerade dadurch streckte man die Glieder umso kräftiger und schöpfte somit Kraft für einen neuen Tag. Während die Heinzelmännchen in der Küche wuselten um das Frühstücksmahl zu bereiten, hatten Sophie, Carl und Camilla mit den Gänsen und den Hühnern zu kämpfen. Am „Schluss“ des Frühstücks waren trotzdem alle satt und voller Energie. Die Sonne und der Wind trieben uns sozusagen wie von selbst durch die wunderschöne Landschaft Siziliens, vorbei an Organgenbäumen, Zypressen und Müll. Syrakus war der erste Halt an dem unsere zwei Gefährten halt machten. Dort folgten wir Archimedes Spuren und einem gesprächigen Italiener, der große Lust darin fand uns mit Informationen zu überschütten. Auf dem Weg zum Hafen, stoppten wir noch an der ewigen Ruhestätte der großen Archimedes. Thomas wollte mehr. Darauf folgten verzweifelte Suchaktionen um die wahre Statue des allmächtigen Archimedes zu finden. Am Domplatz bestellten wir zwischen angeblichen Mafiosi ein schmackhaftes Eis und schlenderten noch durch die romantischen Gassen von Syrakus. Mit dem Auto düsten wir dann weiter nach Noto. Diese wunderschöne alte Barockstadt verzauberte alle auf unterschiedliche Weise. Die einen durch nette Bekanntschaften und die anderen durch das intensive Kennenlernen jeder einzelnen Straße in Noto. Auf dem Rückweg legten wir einen kleinen Zwischenstop an einem Supermarkt ein und kauften alles für unser Abendmahl ein. (+10000 kg Schokolade) Der Abend verspricht also nur gut zu werden....
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Syracusa
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im Hafen von Syracusa
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War es wirklich so warm?
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Der Dom von Syrakus
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vor den Toren von Noto

Sizilien - Tag 2: Im Garten Eden

Garten Eden hinter Mauern

Unser Tag begann um 8:30 mit einem wunderbaren italienischen Frühstück. Wir machten mit Nirav und den anderen Mitbewohnern eine Vorstellungsrunde, so lernten wir Ellen aus Belgien und Backy aus den USA, Mattheo aus einen kleinen italienischen Dorf, was keiner kannte, Georgio und Roberta ebenfalls aus Bella Italia kennen. Als Motivation für den harten Arbeitstag gab es eine spontane Lachrunde. Dann ging es auch schon los. Zwei Trupps zur Gartenarbeit und die Anderen halfen eine neue Terrasse für die Orangen anzulegen (incl. Aufbau der Mauer). Für Carl ein Tag wie der 13.8.??? Zum Mittagessen rief uns die Glocke und wir schöpften neue Energie aus dem Risotto (Reis mit Brennnessel und anderen Sachen, was man so alles findet). Nun arbeiteten wir bis 17 Uhr. Das erste TT-Match fand anschließend mit einem hyperbolischen Tisch statt. Jetzt sitzen wir gerade beim Kochen einer besonderen Suppe. Besondere Würdigung erhielt Elisa P., nach Aussage von Thomas wird ihr hiermit der Titel: Edelfräulein, ohne Furche und Adel verliehen (zur Übersetzung: Elisa hat heute Bestleistungen für unermüdliches Schuften mit der Spitzhacke vollbracht)!



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