Leitfaden

Leitfaden für die Arbeit der Elternvertreter

Wir Elternvertreter verstehen uns als Interessenvertreter für Kinder, Eltern und Schule. Unsere wesentlichste Aufgabe sehen wir in der Vermittlung zwischen all denen, die aktiv am Prozess Schule beteiligt sind.

Interessenvertretung für die Kinder bedeutet für uns, deren Anliegen aufzugreifen und zu unterstützen. Für die Kinder soll erfahrbar werden, dass uns die Schule wichtig ist. Feste, Projekte, Fahrten und Aktionen bringen Leben in den Schulalltag. Unsere Kreativität und Mitgestaltung ist dabei sehr gefragt. Uns ist wichtig, die vorhandenen Ressourcen zu organisieren und zu nutzen.

Wir sehen uns als Ansprechpartner der Eltern für gute Ideen und Anregungen, aber auch für Anfragen und Probleme. In Konfliktsituationen möchten wir aktiv vermitteln. Es ist uns wichtig, dass viele Eltern sich in die Schule einbringen und deren Engagement genutzt wird. Das gute Verhältnis zwischen den Eltern lebt von gemeinsamen Unternehmungen, bei denen man Erfahrungen austauschen und ins Gespräch kommen kann. Solche Veranstaltungen anzuregen und zu organisieren fällt in unsere Verantwortlichkeit.

In unserer Schule wird erlebbar, dass hier Pädagogik in Bewegung ist. Wir als Elternvertreter möchten die gute pädagogische Arbeit der Lehrer unterstützen, indem wir die Schule in der Öffentlichkeit sowie bei Ämtern und Institutionen vertreten. Wir möchten Interesse für die Schule wecken und kompetente Partner für Projekte, schulische und Freizeitaktivitäten gewinnen. Neben diesen praktischen Dingen bleibt es uns wichtig, bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption unsere Impulse einzubringen.

Dazu möchten wir mit den Lehrern im Gespräch sein, z.B. bei Eltern-Lehrer-Stammtischen. Sie erhalten von uns positive und kritische Rückmeldungen über ihre Arbeit.

Wir haben die Inhalte unserer Arbeit nach Wichtigkeit geordnet:

  1. Brückenfunktion, Vermittlerrolle

  2. Mitbeteiligung an der konzeptionellen Arbeit

  3. Eltern zusammenbringen und für Mitgestaltung motivieren

  4. Anliegen der Kinder aufgreifen und vertreten

  5. Rückmeldung und Unterstützung für Lehrer und Schule

  6. Mitgestaltung und Vertretung nach außen bei Ämtern und Institutionen

  7. Kindern zeigen, dass uns die Schule wichtig ist

  8. Einbringen von Ressourcen

  9. Werbung, Beitrag zur Anerkennung, Öffentlichkeitsarbeit

Für die Umsetzung dieser Sammlung von Zielen müssen wir erreichen, dass Eltern und Schüler über unsere Funktion als Vermittler informiert sind. Auf der Internet Seite des Chemnitzer Schulmodells publizieren wir dazu dieses Leitbild und andere Beiträge. Grundlage ist ein über Kontakte gepflegtes Vertrauensverhältnis der Elternvertreter zu den Eltern der jeweiligen Klasse. Elterntreffen, mit oder auch mal ohne LehrerIn, sorgen dafür. Die Elternvertreter achten darauf, dass bei Elternversammlungen genügend Zeit für einen eigenen Tagesordnungspunkt bleibt.

Über unsere Arbeit in Sachen Elternvertretung haben wir eine Kompetenz erlangt, die von den Lehrern anerkannt wird. Regelmäßige, gut organisierte, gemeinsame Treffen der Elternvertreter aller Klassen bilden die Plattform für einen kontinuierlichen Informationsfluss und sind die Basis für die Arbeit.

Wir kennen uns in der Klasse, die wir vertreten, über Interessen, Besonderheiten und Ressourcen der Eltern und Kinder aus. Das hilft beim Organisieren von Vorhaben. Wir erfragen dazu bei den Klasseneltern Möglichkeiten zur Unterstützung der schulischen Arbeit durch private und berufliche Möglichkeiten.

Die schöne Tradition der Eltern-Lehrer-Stammtische wird von uns mit Leben erfüllt. Sie sind eine wichtige Möglichkeit zum Austausch über die konzeptionelle Arbeit des Chemnitzer Schulmodells.

 

(Erarbeitet in der Klausur der Elternvertretung im Februar 2002, überarbeitet im Mai 2008.)