Sportfest März 2014

Sportfest 2014

Am Montag, den 10.3.2014, fand das Sportfest für die Klassen 5 bis 10 statt. (Die Kleinen sind später dran).

Es gab spannende Duelle auf der 60 m bzw. 100 m Sprinstrecke. Hinzu kam noch Weitsprung und Ballwurf. VIele nutzen die Gelegenheit für den Ausdauerlauf. Auch bei den Staffelläufen wurde bis zum Schluss ganz stark gekämpft.

In jeder Klassenstufe wurde die besten drei Mädchen und Jungen mit einer Medaille und einer Urkunde geehrt.

Mädchen   Jungen
  Klassenstufe 5  
Louisa Melzer 1. Luis Strumpf
Leona Barth 2. Niclas Theumer
Marlene Wallusek 3. Nathanael Müller
  Klassenstufe 6  
Johanna Börner 1. Etienne Eszenyi
Lene Langenstraß 2. Marten Sigmund
Lea Hartig 3. Pepe Wurlitzer
  Klassenstufe 7  
Lina Wolf 1. Leon Jope
Magda Falke 2. Adrinan Köllner
Alicia Enderlein 3. Franz Molle
  Klassenstufe 8  
Melina Seerig 1. Hannes Hohmann
Lene Haag 2. Jeremias Baryschnik
Michelle Bühner 3. Tom Ladstätter
  Klasse 9  
Alina Berger 1. Sten-Niclas Wolter
Clara Stöckel 2. Tom Sigmund
Maria Dreßler 3. Tim Missulis
  Klasse 10  
Elina Resch 1. Gunnar Reinelt
  1. Adrian Schlegel
Elisa Bolte 2.  
Lisanne Brinkel 3. Valentin Sellin

Sportunterricht am CSM

Plakat18_Sport

Grundanliegen des Sportunterrichtes an unserer Schule bedeutet für uns:

den Kindern und Jugendlichen während der Schulzeit Freude an Sport und Spiel und an der Bewegung zu vermitteln. Nur so kann ich sie auf ein dauerhaftes Sporttreiben auch nach dem Schulabgang vorbereiten. Die Kinder und Jugendlichen sollen bei uns in erster Linie die Grundtechniken der Sportarten vermittelt bekommen, sie sollen neugierig gemacht werden und sich auf eigene Körpererfahrungen freuen können. Sie sollen nicht durch Noten ausbrennen, auf Leistung getrimmt werden oder durch körperliche Minderleistungen das Interesse an der aktiven Bewegung verlieren. Deshalb wird Sport in unserer Schule als Begabungsfach angesehen, d.h., die Schüler erhalten bis zur Klasse 10 keine Noten, sondern eine Facheinschätzung in schriftlicher Form.

Unsere Schüler fordern und erhalten einen umfassenden Spiel-, Sport- und Bewegungsunterricht nach ihren Vorstellungen, indem sie über Stundeninhalte und Formen mitbestimmen können. Der Lehrer sieht die Kinder als Partner.

In meiner Funktion als Sportlehrer sehe ich mich als Vermittler zwischen den jeweiligen Bewegungsanforderungen, die mir der Lehrplan auferlegt, und den Bewegungsinteressen, welche die Kinder und Jugendlichen tatsächlich haben und mitbringen.

Unsere Kinder sind nicht zum Wettbewerb und zur Präsentation körperlicher Leistungen verpflichtet. Dadurch trauen sich viele Schüler Handlungssituationen zu, die sie sonst aus Versagungsängsten so nicht eingehen würden.

Musik nimmt im Sportunterricht eine wichtige Funktion ein. Sie wird als bewegungsförderndes und aufmunterndes bzw. unterstützendes Element eingesetzt. Die Schüler bewegen sich dadurch ungezwungen und haben die Möglichkeit, ihren Gefühlen freien Lauf zu geben, im Rhythmus der Musik zu sich zu finden.

Ein weiteres wichtiges Merkmal des Sportunterrichtes an unserer Schule ist die Freiwilligkeit der Teilnahme an den verschiedenen Bewegungsanforderungen. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wie gespielt wird.

Kinder wollen gemeinsam Sport treiben und die vielen Erfahrungen, die der Sport bietet, miteinander erleben. Deshalb gibt es am CSM einen gemeinsamen Sportunterricht von Jungen und Mädchen in den Klassenstufen von 1 - 10. Es laufen gruppendynamische Prozesse ab, die das soziale Verhalten der Schüler formen und fördern.

Die sogenannten Ergänzungsbereiche wie Tischtennis, Badminton, Hockey oder Schwimmen haben an unserer Schule den gleichen Stellenwert wie die Kernbereiche Leichtathletik, Basketball, Volleyball oder Geräteturnen. Wir finden es wichtig, gerade in diesen Ergänzungsbereichen mit unseren Kindern viel zu arbeiten. Vor allem nach der Schulzeit sind diese Sportarten sowohl im kleinen Familienkreis, individuell und in jedem Alter ohne großen Aufwand durchführbar. Die Schüler sollen lernen, diese Sportbereiche freudvoll für sich zu entdecken und zu nutzen.

Der Sport ist am CSM fester Bestandteil des Tagesablaufes der meisten Schüler. Der Schulhof samt Außengelände wurden zu diesem Zwecke so umgebaut, dass unsere Schüler ein umfangreiches Sportangebot vorfinden und somit jederzeit ihrem hohen Bewegungsdrang nachkommen können. In der Mittagspause steht die Turnhalle ebenfalls zur sportlichen Nutzung offen (Anmerkung: weil die Turnhalle baupolizeilich gesperrt ist, ist dies derzeit nicht möglich).

Die Kinder in der Grundschule erhalten viel Zeit zum individuellen Spiel. Wir legen Wert darauf, dass unsere Kinder ihren natürlichen Spieltrieb auch in den Sportstunden ausleben können. Diese Möglichkeit nehmen unsere Schüler freudig an.

Die sozialen Auswirkungen unseres Unterrichtes kann man besonders in den Pausen beobachten: Schüler und Schülerinnen unterschiedlichen Alters und Geschlechtes spielen gemeinsam Fußball, Basketball, Volleyball oder Tischtennis.

Unsere Erfolge beim Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia", vordere Plätze auf Bezirks- und Landesebene und die hohe Beteiligung bei unseren Schulwettkämpfen bestätigen mir, dass auch ohne Leistungsdruck unsere Kinder motiviert und zu Höchstleistungen angespornt werden können. Im Herbst 2000 erhielten wir die Auszeichnung "Sportlichste Schule der Stadt Chemnitz".

Da wir in der Klasse 10 auch eine Sportzensur ermitteln müssen, versuchen wir, den Schüler in seiner ganzen Persönlichkeit zu bewerten. Wir geben Noten auf folgende Kompetenzen:

1. Spiel und Leistungsfähigkeit

  • Sportspiel (Volleyball, Basketball, Fußball)
  • Individualsportart (Leichtathletik, Geräteturnen)
  • allgemeine Athletik

2. generelle Leistungsbereitschaft und Teilnahme am Sportunterricht

(nimmt der Schüler regelmäßig am Sportunterricht teil, ist der Schüler in der Lage, sich selbstständig sinnvoll und sportlich zu betätigen, nutzt der Schüler die vorhandenen Übungszeiten zum Sporttreiben, übt der Schüler ausdauernd, um sich bestimmte Bewegungsabläufe anzueignen bzw. seine Leistungen zu verbessern)

 

3. Sozialfähigkeit

(hält er sich an Absprachen und Regeln, ist er zu seinen Mitschülern fair...)

 

4. Teilnahme an Wettkämpfen (sowohl auf Schul- als auch auf Vereinsebene),

Vereinszugehörigkeit in einem Sportverein

 

Aus diesen vier Komponenten wird dann die Sportnote ermittelt.

Noten - nein danke!

Jeder Mensch ist ein Individuum mit dem ihm eigenen physischen Merkmalen. Die angeborenen körperlichen Voraussetzungen wie die Körpergröße, Arm- und Beinlänge und das Gewicht entscheiden darüber, ob er gute oder weniger gute Voraussetzungen für den Sport mitbringt. Aus genau diesem nicht beeinflussbaren Grund haben wir uns an unserer Schule entschieden, den Sportunterricht als Begabungsfach anzusehen.

Warum sollen Kinder und Jugendliche, die eine ungünstige körperliche Konstitution besitzen, aber dennoch gerne und regelmäßig Sport treiben und daran Freunde empfinden, an den oftmals überzogenen Normen und Vorgaben gemessen werden, die meist nur Vereinssportler erfüllen können?

Oftmals werden sportschwache Schüler Opfer von Hohn, Spott und Aggressionen, nicht selten gelten sie als Sündenböcke in allen schulischen Bereichen. Sie erleben den Sportunterricht als Feld bitterster Erfahrung von Unterwerfung und Ächtung. Die physische Schwäche wird oft sozial folgenreich bestraft. Ohne Notengebung ist die effektive Sportzeit weitaus höher. Regelmäßiges, minutenlanges Stillsitzen aufgrund von überflüssigen Leistungskontrollen entfällt. Es kann mehr auf die Bewegungswünsche der Schüler eingegangen werden. Diesen Bewegungsdrang haben alle Kinder, jedoch kann dieser bei leistungsschwachen Schülern mit der Notenvergabe kaum gefördert werden. Im Gegenteil: Zensuren lassen Frust, Versagungsängste und Resignation aufkommen. Ziel des Sportunterrichtes sollte sein, die Kinder und Jugendlichen in der Schulzeit möglichst viele Bewegungserfahrungen sammeln zu lassen, sie zum selbstständigen Sporttreiben zu befähigen, ohne dass der Lehrer Mannschaftseinteilung, Spielregeln, Spielzeit, Ergebnisse usw. vorgeben muss. Geht es doch darum, überhaupt erst einmal den Zugang bzw. das Interesse der Kinder zur Bewegung zu wecken und sie für das lebenslange Sporttreiben zu begeistern. Das kann ich ganz sicher nicht mit Kugelstoßen, Sprünge über den Kasten lang oder anderen überzogenen Anforderungen erreichen. Die Schüler sollen Sport treiben, weil sie Freude dabei empfinden, es soll als körperlicher Ausgleich oder Ablassventil zum Schulalltag dienen.