Buchtipp September: PETER HÄRTLING

PETER HÄRTLING

(geboren am 13. November 1933 in Chemnitz, gestorben am 10. Juli 2017)
Bücher für Klein und Groß

Härtling, Peter: Sofie macht Geschichten. (ab 6 J..)
Ausgezeichnet mit dem Zürcher Kinderbuchpreis 'La vache qui lit' 1980.
978-3-407-78028-7, Beltz Gulliver Taschenbücher, 22. Aufl. 2017, 63 S. m. zahlr. bunten Bildern v. Jutta Bauer, kart., Preis: 5.95 EUR
Ideal für Leseanfänger! Jede Geschichte nur eine Seite!
Sofie ist fast sieben Jahre alt und geht in die erste Klasse. Sie ist ein lebhaftes Mädchen und nicht auf den Mund gefallen: Sie sagt spontan ihre Meinung, und wenn sie sich ärgert, kann sie auch ganz schön maulen. Ihre Geschichten erzählen vom Alltag: von der Aufregung um Klemens, vom Streit mit ihrem Freund Olli, oder wie es gehen kann, wenn man ganz allein Pudding kocht.
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Härtling, Peter: Ben liebt Anna. (ab 8 J.)
Ausgezeichnet mit dem Zürcher Kinderbuchpreis 'La vache qui lit' 1980 und nominiert für den Deutschen
Jugendbuchpreis.
978-3-407-74099-1, Beltz Gulliver Taschenbücher, 11. Aufl. 2017, 90 S. m. Illustr. v. Eva Muggenthaler, kart., Preis: 5.95 EUR
Auch Kinder kennen Liebe, und nicht nur die Liebe innerhalb der Familie. So ist es auch mit Ben. Er liebt Anna, das Aussiedlermädchen, das neu in die Klasse kommt. Und auch Anna hat Ben eine Weile sehr lieb gehabt. Das ist schön, aber auch schwer: Da gibt es Aufregung und Gekränktsein und Eifersucht, Streit mit Freunden und immer wieder die Angst, ausgelacht zu werden.
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Härtling, Peter: Das war der Hirbel. (ab 9 J.)
Wie der Hirbel ins Heim kam, warum er anders ist als andere und ob ihm zu helfen ist.
Mit einem Nachwort.
Auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis 1974.
978-3-407-78218-2, Beltz Gulliver Taschenbücher, 18. Aufl. 2016, 67 S., kart., Preis: 5.95 EUR
Hirbel ist anders als andere, denn bei seiner Geburt ist etwas falsch gemacht worden. Er ist krank, hat oft Kopfschmerzen und auch Bauchweh von den Tabletten, die er dauernd nehmen muss. Manchmal schreit er dann und tut Dinge, worüber die anderen lachen. Hirbels Mutter hat ihn weggegeben, seither wandert er zwischen Pflegeeltern und Heimen hin und her. Trotzdem ist Hirbel kein trauriges Kind. Mit den Psychologinnen spielt er ihre Spiele, die Tests, die er alle schon kennt. Er hat eine wunderbare Singstimme, und das Singen bereitet ihm Freude, solange er sich dabei nach seinen eigenen Regeln richten darf. Und Hirbel kann Haken schlagen wie ein Hase, wenn man ihn einfangen will. Als er einmal wegläuft aus dem Heim, schläft er zwischen Schafen, aber er denkt, dass es lauter Löwen sind, die ihn nachts wärmen. Immer wieder läuft Hirbel fort, weil ihn niemand richtig versteht und weil er in ein anderes Land möchte. Dorthin, wo die Sonne gemacht wird auf den Bäumen.
Kinder wie Hirbel gibt es viele. Nur sind sie den meisten unbekannt. Peter Härtling macht in seinem berühmten Roman hautnah die Welt eines behinderten und elternlosen Jungen verständlich.
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Härtling, Peter: Oma. (ab 8 J.)
Die Geschichte von Kalle, der seine Eltern verliert und von seiner Großmutter aufgenommen wird.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendbuchpreis 1976, Kategorie Kinderbuch.
978-3-407-78101-7, Beltz Gulliver Taschenbücher, 28. Aufl. 2017, 88 S. m. Illustr. v. Peter Knorr, kart., Preis: 5.95 EUR
Fünf Jahre ist Kalle, als er seine Eltern verliert. Erst kann er es gar nicht begreifen. Seine Oma nimmt ihn zu sich. Da merkt Kalle, dass alles ganz anders ist als früher mit Vater und Mutter. Oma ist prima, aber - alt! Und Oma denkt: Hoffentlich kann ich den Jungen richtig erziehen - in meinem Alter! Sie erzählt Kalle von 'damals', als alles ganz anders war. Sie machen zusammen eine Reise und haben viel Spaß miteinander. Kalle ist zehn, als Oma krank wird. Da zeigt sich, dass auch sie ihn braucht.
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Härtling, Peter: Alter John. (ab 10 J.)
978-3-407-74030-4, Beltz Gulliver Taschenbücher, 7. Aufl. 2017, 127 S. m. Illustr. v. Peter Knorr, kart., Preis: 5.95 EUR
Alter John heißt eigentlich Jan Navratil und stammt aus Brünn. Aber alle nennen ihn Alter John, auch Vater, Mutter und die Enkelkinder Laura und Jakob. Nachdem sie in das kleine Haus gezogen sind, beschließen sie, den alten Mann zu sich zu holen. Zusammenleben ist nicht leicht, das muss jeder erst lernen. Die Kinder finden es allerdings spannend, denn seit Alter John bei ihnen ist, passiert jeden Tag etwas. Manchmal sind das ziemlich verrückte Dinge. Eines Tages ist Alter John zu schwach zum Aufstehen. Und alle müssen sich ans Abschiednehmen gewöhnen. Eine berührende Familiengeschichte, ein »echter Härtling«, von Peter Knorr neu illustriert.
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Härtling, Peter: Djadi, Flüchtlingsjunge. (ab 10 J.)
Roman für Kinder und Erwachsene.
978-3-407-82164-5, Beltz Verlag, 5. Aufl. 2017, 116 S., geb., Preis: 12.95 EUR
Djadi ist elf, als er alleine aus Syrien flieht. Niemand weiß, was er bei seiner Flucht über das Mittelmeer erlebt und was er verloren hat. Djadi ist mutterseelenallein in Frankfurt, als ihn die Alten-WG von Jan und Dorothea aufnimmt und sich um den Jungen kümmert. Tag für Tag lernt er die neue Welt ein bisschen mehr kennen. Er lernt die Sprache, die Gewohnheiten seiner neuen "Familie" und sich in der Schule zu behaupten. Aber es ist die große innere Nähe und Freundschaft zu dem 75-jährigen Wladi, die Djadi hilft, mit seinen Ängsten zu leben. Ein poetischer und berührender Roman voller Zuversicht, mit dem man in die verwundete Seele eines Kindes blickt.
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Härtling, Peter: Fränze. (ab 11 J.)
978-3-407-78170-3, Beltz Gulliver Taschenbücher, 16. Aufl. 2014, 112 S. m. Illustr. v. Peter Knorr, kart., Preis: 5.95 EUR
Peter Härtling zeigt, dass Erwachsenenprobleme immer auch für Kinder zu Problemen werden.
Sie hat grüne Augen, was selten ist - aber sonst ist Fränze eine wie andere auch. Und doch ist sie anders. Jedenfalls ist sie jemand, der sich Gedanken macht. Als ihr Vater sich nicht mehr wie gewohnt verhält, als sein Streit mit Mams immer lauter wird, fängt Fränze an, über alles nachzudenken. Und als der Vater ausgezogen ist, will sie ihn zurückholen. Aber was soll eine Zwölfjährige schon tun, wenn der Vater arbeitslos ist und nicht mehr mit sich reden lässt?! Auch mit Mams kommt sie nicht mehr zurecht. Von der Schule gar nicht zu reden. Fränze ist mutig und zugleich verzweifelt. Aber sie setzt etwas in Bewegung.
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Härtling, Peter: Hallo Opa - Liebe Mirjam. Eine Geschichte in E-Mails. (ab 13 J.)
978-3-407-82039-6, Beltz Verlag, 3. Aufl. 2013, 68 S., geb., Preis: 12.95 EUR
Eine Geschichte in E-Mails - zwischen Mirjam und ihrem etwas weisen Opa. Eine innige Geschichte von großer Nähe und Zugewandtheit: Im unvergleichlichen Härtling-Ton erzählt er leicht und klar von einer Freundschaft zwischen Großvater und Enkelin, die mit dem Tod nicht einfach aufhört.
Mirjam ist 14 und berichtet ihrem beinahe 80-jährigen Opa von falschen Freunden, dem Schulwechsel, der deswegen sein muss, und ermahnt ihn, sich nicht in ihre Angelegenheiten zu mischen. Der Opa antwortet - manchmal nicht sofort -, wie schwierig das mit dem Erinnern ist und erzählt, wie es für ihn damals, nach dem Krieg, war, die richtigen Freunde zu finden. Er gibt ihr Ratschläge, wie man mit Ängsten und mit Eltern umgeht, und versichert ihr, das Gästebett sei immer für sie gemacht. Mirjam erfährt von ihm, wie es ist, wenn man nicht mehr sicher auf den Beinen ist, und das Gefühl hat, alles sei vielleicht ein letztes Mal. Eines Tages antwortet Opa Mirjam nicht mehr...
Taschenbuchausgabe:
978-3-407-74580-4, Beltz Gulliver Taschenbücher, 2015, 68 S., 5.95 EUR
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Härtling, Peter: Krücke. (ab 11 J.)
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leseratten des ZDF.
978-3-407-78178-9, Beltz Gulliver Taschenbücher, 20. Aufl. 2017, 160 S. m. Illustr. v. Sophie Brandes, kart., Preis: 6.95 EUR
Der große Krieg ist zu Ende. Flüchtlingstrecks irren durch das Land. Kinder gehen verloren. Auch der neunjährige Thomas verliert auf dem Transport aus der CSSR seine Mutter. Als er vor dem zerstörten Haus seiner Tante in Wien steht, weiß er nicht mehr weiter. Da findet ihn der Kriegsinvalide „Krücke“. Das ist so einer, den der Krieg hart mitgenommen hat. Aber er kennt sich auf dem Schwarzmarkt und auch sonst im Leben aus...
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Härtling, Peter: Mit Clara sind wir sechs. (ab 10 J.)
Von den Scheurers, die sich alle Mühe geben, eine Familie zu sein.
978-3-407-78243-4, Beltz Gulliver Taschenbücher, 14. Aufl. 2017, 150 S. m. Illustr. v. Peter Knorr,kart., Preis: 6.95 EUR
Ein humorvolles Buch über den fast gewöhnlichen Alltag einer ungewöhnlichen Familie.
Bei den Scheurers ist immer was los! Herzstück der Familie ist ohne Zweifel der kleine Dök, der ganz und gar nicht damit einverstanden ist, dass die heiß geliebte Mutter noch ein Baby bekommt. Als Vater und Mutter vor Claras Geburt eine große Reise machen, kommen die beiden Tantchen, ins Haus. Aber die Tantchen und die Scheurer-Kinder, das geht einfach nicht! Dann kommt Clara, die sechste Scheurer, und es wird dramatisch. Der Vater, wie immer, geht in volle Deckung und hat furchtbar viel Arbeit in seiner Redaktion. Aber Mutter Lene hat alles fest im Griff. Doch kaum ist Clara geboren, fängt der kleine Dök zu spinnen an.
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Härtling, Peter: Theo haut ab. (ab 8 J.)
978-3-407-78496-4, Beltz Gulliver Taschenbücher, 22. Aufl. 2016, 128 S. m. Abbild., kart., Preis: 5.95 EUR
Natürlich hat man mit zehn Jahren schon mal Probleme. Doch Bims hat zuviel davon. Eigentlich heißt er Theo Weißbeck, aber in der Schule nennen sie ihn immer nur Bims. Weil er so ein Komiker ist, meinen sie. Aber das stimmt nicht. Zu Hause ist er ganz anders – da hat er es aufgegeben, lustig zu sein. Nicht wegen der schlechten Noten, sondern weil sich die Eltern nicht vertragen. Dabei liebt er sie. Trotzdem ist es manchmal schwierig mit ihnen, wenn sie sich streiten oder der Vater getrunken hat. Dann will er einfach nicht mehr zu Hause sein. Eines Tages haut Theo ab! Da läuft Bims weg. Zum Glück findet er unterwegs einen Freund...
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Härtling, Peter: Bozena. Eine Novelle.
978-3-423-12291-7, dtv Taschenbücher, 5. Aufl. 2006, 160 S., kart., Preis: 11.90 EUR
Über eine unerfüllte Liebe und ein von der Geschichte zerriebenes Leben. Die Geschichte der Tschechin Bozena, Sekretärin bei einem Anwalt. Ihr neuer Chef ist kein Nazi, und doch wird sie seinetwegen ihr Leben lang geächtet.
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Härtling, Peter: Das ausgestellte Kind. Mit Familie Mozart unterwegs.
978-3-462-03762-3, Kiepenheuer & Witsch, 2007, 104 S., geb., Preis: 12.90 EUR
Mit großem Einfühlungsvermögen und zarter Sprache zeigt Peter Härtling einen doppelt Getriebenen: von den ehrgeizigen Plänen des Vaters und von der eigenen schöpferischen Kraft. Als der Leser ihm begegnet, ist Mozart gerade sechs Jahre alt und hat erste Proben seines außerordentlichen Talents gezeigt. Unter der Führung seines Vaters, der ihn auch unterrichtet, und begleitet von seiner älteren Schwester, einer Virtuosin auf der Geige und dem Klavier, bereist er von Salzburg aus Europa. Während der Vater emsig immer neue Engagements eingeht und die Familie in die Fremde führt, flieht Mozart in seine eigene Welt - die der Phantasie und der Töne. Und er begegnet immer neuen Menschen, Fürsten, Königen und sogar der Kaiserin, die ihn bestaunen und feiern, ihm aber seine Einsamkeit nicht nehmen können. Das gelingt nur dem Nannerl, seiner Schwester - und Quintus, einer Ausgeburt seiner Phantasie, die ihn am Klavier begleitet und für jeden Schabernack zu haben ist. Mozarts Welt droht vollends aus den Fugen zu geraten, als seine Schwester schwer erkrankt und auch er von den Blattern heimgesucht wird.
Wie es sich anfühlt, anders und besonders zu sein, das fasst Härtling in ergreifende Worte und Bilder. Und ganz beiläufig führt er zwei Geschichten zusammen: die des getriebenen Wolfgang Mozart, der in Olmütz erkrankt, und die des Flüchtlingskindes Peter, der in Olmütz eine vorläufige Heimat findet. Ein literarisches Kleinod, das auf wunderbare Weise die Gefühlswelt eines einsamen Menschen anschaulich macht.
Taschenbuchausgabe:
978-3-423-13717-1, dtv Taschenbücher, 2008, 106 S., 8.90 EUR
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Härtling, Peter: Hölderlin. Ein Roman.
978-3-462-02486-9, Kiepenheuer & Witsch, 2. Aufl. 2002, 640 S., geb. in Leinen, Preis: 22.95 EUR
Der Romancier folgt den Lebensspuren des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin (1770 – 1843). In seinem berühmt gewordenen Roman hat Peter Härtling ein Meisterwerk der poetischen Rekonstruktion einer Künstlerbiographie geschaffen, das in seiner Verknüpfung von zeitgenössischer Spurensuche, Erfindung und Reflexion unerreicht ist.
Taschenbuchausgabe:
978-3-423-11828-6, dtv Taschenbücher, 1. Aufl. 2013, 528 S., 13.90
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Härtling, Peter: Schubert. Zwölf Moments musicaux und ein Roman.
978-3-423-13137-7, dtv Taschenbücher, 9. Aufl. 2003, 256 S., kart., Preis: 9.90 EUR
Franz Schubert: das Genie, der leise Rebell und der unglücklich Liebende
Ein sinnlicher und faszinierender Roman über den Komponisten Franz Schubert, der nur 31 Jahre alt wurde und einer der tragischsten Genien der abendländischen Musikgeschichte ist.
Es ist ihm nicht an der Wiege gesungen worden, "einer der erschütterndsten Komponisten überhaupt" (Nikolaus Harnoncourt) zu werden. In der Enge und dem Lärm des Schulhauses auf dem Wiener Himmelpfortgrund, wo der Vater Lehrer ist und die Mutter ein Kind nach dem anderen zur Welt bringt, gilt Musizieren lediglich als Beiwerk, Komponieren nicht als Beruf. Doch ausgewählt von Kaisers Gnaden, entkommt der Sängerknabe der k. k. Hofkapelle der Autorität des Vaters und wird zum gefeierten Mittelpunkt der Wiener Salons: Franz Schubert, das einsame Genie, der leise Rebell, der unglücklich Liebende.
Mit sicherem Blick für das Wesentliche zeichnet Peter Härtling die Lebensstationen des Komponisten nach und entführt in die Welt schöner Klänge, deren Leichtigkeit erkauft ist mit tiefem Leid.
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Härtling, Peter: Schumanns Schatten. Variationen über mehrere Personen. Roman.
978-3-423-12581-9, dtv Taschenbücher, 9. Aufl. 2010, 383 S., kart., Preis: 11.90 EUR
Peter Härtling erzählt vom Leben und Sterben des zerrissenen und genialen Komponisten Robert Schumann (1810 - 1856): Von der Kindheit in Zwickau, vom Studium und von der Arbeit in Leipzig, Heidelberg, Dresden und Düsseldorf, von Begegnungen mit Heine und Wagner, von der Freundschaft mit Mendelssohn und Brahms, von diversen Liebschaften und der großen Liebe zu Clara Wieck, die er gegen alle Widerstände 1840 heiratet. Stationen seiner Biographie und Schilderungen aus den letzten beiden Lebensjahren des an Syphilis Erkrankten in der Heilanstalt bei Bonn wechseln einander ab.
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Härtling, Peter: Verdi. Ein Roman in neun Fantasien.
978-3-462-04808-7, Kiepenheuer & Witsch, 2015, 224 S., kart., Preis: 18.99 EUR
Peter Härtling, profunder Musikkenner und Autor hochgelobter Künstlerromane, von Schubert über Schumann bis zu Hölderlin und Fanny Mendelssohn, nähert sich dem alternden Verdi und lässt seine Fantasie schweifen. Die Geschichte beginnt auf der Höhe seines Schaffens und gleichzeitig an einem kritischen Punkt. Verdi hat mit "Aida" einen phänomenalen Erfolg gefeiert und versucht nun etwas Neues. Mit dem Streichquartett in e-Moll und dem Requiem überrascht er sich, sein Publikum und Peppina, seine zweite Frau und engste Vertraute. Und er beginnt, sich neben der Musik um anderes zu kümmern: seinen Landsitz Sant'Agata, in dessen Umgebung er ein Krankenhaus gründet, und die Casa di Riposi dei Musici, ein Altersheim für ehemalige Musiker in Mailand. Es folgen weltberühmte Kompositionen, besonders der "Otello" und der "Falstaff" in der spannungsreichen Zusammenarbeit mit dem Librettisten Arrigo Boito. Härtling erzählt von einem Mann, der immer auf der Suche ist - nach sich, der Liebe, der Erfüllung, dem künstlerischen Ausdruck. Einem Mann mit Erfahrung, der doch immer wieder von Neuem anfängt und am Vertrauten hängt, vor allem an seiner Peppina. Ein beglückender Roman, leicht erzählt, mit musikalischem Gespür für Dissonanzen, Zwischentöne und das große Finale.
Taschenbuchausgabe:
978-3-423-14572-5, dtv Taschenbücher, 2017, 216 S., 10.90 EUR
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Härtling, Peter: Liebste Fenchel!. Das Leben der Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi.
978-3-462-04312-9, Kiepenheuer & Witsch, 2011, 375 S., geb., Preis: 19.99 EUR
Im Schatten des berühmten Bruders: Fanny Hensel-Mendelssohn, Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Eine deutsche Familie des neunzehnten Jahrhunderts: Fannys Großvater Moses Mendelssohn war einer der Vordenker der Aufklärung, ihr Vater Abraham Mendelssohn ist Stadtrat in Berlin, beteiligt am Aufstieg der Stadt zur deutschen Metropole, weltoffen und assimiliert, sehr auf die Förderung der musikalischen Anlagen seiner vier Kinder bedacht. Und die geben Anlass zu großen Hoffnungen: Während Fanny, die Älteste, am Klavier und als Sängerin reüssiert, erwirbt sich der vier Jahre jüngere Felix schnell den Ruf eines Wunderkindes - auch dank der Förderung durch seine Schwester, mit der er früh zu komponieren beginnt. Von dem gemeinsamen Aufbruch in die bewegende und beglückende Welt der Musik erzählt Härtling aus der Perspektive Fannys, innig, kenntnisreich und mit einem Gespür für die komplizierte Gefühlslage zweier hochbegabter Geschwister, denen unterschiedliche Wege vorgezeichnet sind: Felix wird ins Licht der Öffentlichkeit treten, während Fanny sich auf das Wirken im Kreis der Familie beschränken muss. Zum Gesellschaftsporträt wird der Roman durch die Vielzahl berühmter Persönlichkeiten, mit denen die Familie verkehrte, von Heine, Kleist, den Varnhagens bis zu Geheimrat Goethe.
Einfühlsam zeichnet Peter Härtling das Leben von Fanny Hensel-Mendelssohn nach und entwirft zugleich ein Gesellschaftsporträt.
Taschenbuchausgabe:
978-3-423-14195-6, dtv Taschenbücher, 3. Aufl. 2013, 384 S., 9.90 EUR
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Härtling, Peter: Eine Frau. Roman.
978-3-423-12921-3, dtv Taschenbücher, 6. Aufl. 2011, 351 S., kart., Preis: 12.90 EUR
Verflechtung eines Einzelschicksals mit der Geschichte
Die Geschichte der Katharina Wüllner, die 1902 in Dresden als Tochter eines begüterten Fabrikanten geboren wird, eine großbürgerliche Erziehung genießt, standesgemäß heiratet, vier Kinder bekommt, im Zweiten Weltkrieg ihren Mann und ihre Heimat verliert, völlig mittellos in den Westen flüchtet und dort ein neues Leben beginnt, das ihr auf eine ganz andere Art und Weise auch wieder so etwas wie Glück beschert.
Peter Härtling gelingt es meisterhaft, an einem Einzelschicksal die Verflechtungen mit der großen Geschichte allgemeingültig aufzuzeigen.
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Härtling, Peter: Große, kleine Schwester. Roman.
978-3-423-12770-7, dtv Taschenbücher, 2000, 346 S., kart., Preis: 11.90 EUR
Privates und Politisches
Das Schicksal zweier Schwestern, in dem sich die Geschichte spiegelt: Lea und Ruth stammen aus einem Ort, der einmal Brünn hieß und in dem Deutsche und Tschechen, Juden und Christen zusammenlebten. Der Faschismus und die Folgen haben dieses Leben zerstört, die Schwestern aus ihrer bürgerlichen Welt gerissen und nach Schwaben verschlagen.
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Härtling, Peter: Leben lernen. Erinnerungen.
978-3-462-03311-3, Kiepenheuer & Witsch, 2003, 384 S., geb. in Leinen, Preis: 22.90 EUR
Persönlich, anschaulich, fesselnd: ein Leben wie ein Roman!
Es ist ein einzigartiges Leben, und es ist die Geschichte einer ganzen Generation: eine Kindheit im Krieg, eine grausame Flucht, ein mühsamer Neuanfang, eine unvollständige Ausbildung, eine rasante Karriere - und eine große, lebenslange Liebe. In seinen Erinnerungen macht uns Peter Härtling zu Zeugen einer Anverwandlung: Wir treffen ihn an seinem Schreibtisch und folgen ihm in die Vergangenheit, die in plastischen Bildern auftaucht, aber erst wieder zu Eigen gemacht werden muss. Der alte Mann steht dem Heranwachsenden oft staunend gegenüber, erlebt sich erneut in Rollen, die er längst abgelegt hat, und zeichnet nach, wie aus dem Flüchtlingskind und Frühwaisen ein junger Journalist, ein erfolgreicher Lektor und Verlagsleiter und schließlich ein viel gelesener und vielfach ausgezeichneter Schriftsteller wurde. Dabei stehen die Zeitumstände dem Leser unmittelbar vor Augen und werden in ihren Auswirkungen auf ein Einzelschicksal erfahrbar. Ungemein fesselnd erzählt Härtling seinen Weg hinein in das Zentrum des kulturellen und literarischen Lebens in der jungen Bundesrepublik und von vielen Persönlichkeiten, die ihm ihren Stempel aufdrückten. Immer hat man den Eindruck, dass Peter Härtling - der selbst schnell Einfluss gewann - die neuen Aufgaben eher zufielen oder angetragen wurden, als dass er sich um sie bemühte. Wie Recht er damit hatte, sich ganz dem Schreiben zu verschreiben, beweist gerade auch dieses ergreifende Buch, das viele Motive aus seinem literarischen Werk ins Leben zurückholt und zugleich zeigt, wie das Leben in die Literatur führt und Literatur aus dem Leben entspringt.
Taschenbuchausgabe:
978-3-423-13288-6, dtv Taschenbücher, 2. Aufl. 2007, 368 S., 12.90 EUR
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Härtling, Peter: Die Lebenslinie. Eine Erfahrung.
978-3-423-13535-1, dtv Taschenbücher, 2007, 112 S., kart., Preis: 7.50 EUR
Was hier geschieht, ist ein Vorgang, der in den modernen Industrienationen zum menschlichen und medizinischen Alltag gehört. Anschaulich wird er aber erst, wenn ein Betroffener seine Geschichte erzählt. Und wer wäre dafür besser geeignet als einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Schriftsteller, der diese Erfahrung in seinem siebzigsten Lebensjahr machen musste?
Peter Härtling führt den Leser mitten hinein in den düsteren Moment, als sich ein Gitter über seine Brust legte und ihm den Atem raubte, und nimmt ihn mit in die Klinik, wo über sein weiteres Schicksal entschieden wird. Mit staunenden Augen und einem feinen Sinn für Humor beschreibt er die Auseinandersetzungen der behandelnden Ärzte, ihre rigiden Verhaltensvorschriften und seine sanfte Rebellion dagegen, das Wissen um die Anfälligkeit des Körpers und den unbezwingbaren Wunsch nach einer Fortführung des gewohnten Lebens. Die Sorge und Zuwendung der Angehörigen wird ebenso erfahrbar wie sein Bedürfnis, diese Erfahrung zu teilen. Die Hoffnung, sein Kindheitstrauma - den frühen Verlust des Vaters - zu überwinden, führt Peter Härtling schließlich zurück nach Zwettl, auf die Suche nach dem Grab seines Vaters.
Ein ergreifendes, zutiefst persönliches und dadurch exemplarisches Buch über eine Grenzerfahrung und eine Möglichkeit, mit ihr umzugehen.
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Härtling, Peter: Zwettl. Nachprüfung einer Erinnerung.
978-3-423-19121-0, dtv Taschenbücher, 2008, 160 S., kart., Preis: 8.90 EUR
Auf der Suche nach der verlorenen Kindheit: Peter Härtling kehrt an den Ort seiner Kindheit zurück und bringt den Funken dieser vergangenen Tage wieder zum Glühen.
Zwettl, das ist eine kleine Stadt im niederösterreichischen Waldviertel, hundert Kilometer nordwestlich von Wien. Hier erlebt Familie H. die letzten Tage des Krieges. Hier wird der zwölfjährige Peter im ersten Friedensjahr endgültig seiner Kindheit beraubt. Sechsundzwanzig Jahre später kehrt der Autor an diesen Ort zurück und beginnt seine Erinnerungsarbeit: " Ich habe mir vorgenommen, genau diese Zeitspanne zu beschreiben, mein Gedächtnis zu prüfen, und das anderer, dem nachzugehen, was ich nicht mehr bin, was ich nur noch andeutungsweise weiß, was ich mir nacherzähle, was mir dieser und jener erzählt, was im Vergleich nicht standhält, was in einige Geschichten zerfällt."
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Härtling, Peter: O'Bär an Enkel Samuel. Eine Erzählung mit fünf Briefen.
978-3-462-04060-9, Kiepenheuer & Witsch, 2008, 108 S., geb., Preis: 14.95 EUR
In seiner Erzählung vom Großvater O'Bär und seinem dreijährigen Enkel Samuel gelingt Peter Härtling eine spielerische und anrührende Verquickung von eigenem Erleben und literarischer Fiktion - und das Porträt einer innigen Beziehung.
Nicht alle Schriftsteller haben eine Familie, aber die meisten. Schriftsteller schreiben nicht immer, aber meistens. Wenn ein Schriftsteller mal nicht schreiben kann, dann kann, sofern vorhanden, die Familie der Ausweg sein, gerade wenn sie über mehrere Generationen reicht und sich auch kleine Kinder darunter finden. In diesem Fall ist es Enkel Samuel, der die Sprache lernt, die dem Schriftsteller zu fehlen scheint. Samuel findet und erfindet Wörter, liefert die aberwitzigsten Silbensprünge und Bubenstreiche und versetzt seinen Großvater in größtes Erstaunen. Die überbordende Fantasie des "kleinen Herrn" führt dem Großen die eigene Blockade vor Augen, die sich durch Reisen zu Reden und Vorträgen längst nicht mehr durchbrechen lässt. Und so gibt es nur eine Lösung: Die wunderbar inspirierenden Spannungen zwischen Kind und Greis, die wortbefreiende Komik des Alltags und die innige Beziehung beider müssen erzählt werden. Und der Enkel muss erfahren, wie wichtig er für den Großvater geworden ist. Das geschieht in fünf Briefen an Samuel, dem Kernstück dieser warmherzigen Erzählung. Peter Härtling gelingt ein Kunststück: Aus der genauen Beobachtung des Verhaltens und Sprechens eines Kleinkindes erschließt sich ihm ein Weg, von den großen Themen - Liebe, Alter, Verantwortung, Tod - zu erzählen und den Leser dabei tief zu berühren.
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Härtling, Peter: Sätze von Liebe. Ausgewählte Gedichte.
Herausgegeben von Siblewski, Klaus.
978-3-423-13692-1, dtv Taschenbücher, 2008, 256 S., kart., Preis: 9.90 EUR
Ein Querschnitt durch das gesamte lyrische Werk eines vielgeehrten Autors, der immer auch als Dichter prägend wirkte. Von poeme und songs aus dem Jahr 1953 bis in die Gegenwart versammelt der Band die bedeutendsten Gedichte Peter Härtlings und gibt so inspirierenden Einblick in sein lyrisches Schaffen.
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